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Blutspende
Ein halbes Jahrhundert Blutspende

Mehr als 49 000 Blutkonserven wurden in Wadern bislang gezählt.
Mehr als 49 000 Blutkonserven wurden in Wadern bislang gezählt. FOTO: Patrick Seeger / picture alliance / Patrick Seege
Wadern. Seit genau 50 Jahren gibt es in Wadern Blutspendetermine. Das Deutsche Rote Kreuz feiert.

Ein rundes Jubiläum feiert das Deutsche Rote Kreuz in Wadern am morgigen Freitag: Seit genau 50 Jahre gibt es in Wadern Blutspendentermine, verantwortlich hierfür ist der Stadtverband der Rotkreuz-Vereine. „Im Juni 1967 war der erste Blutspendentermin im Pfarrsälchen. Etwa 120 freiwillige Blutspender wurden bei den ersten Terminen gezählt. Hierfür war ein Busdienst durch die Ortschaften der Hochwalddörfer eingerichtet“, erzählt Paul Schmitt, der Beauftragte für das Blutspenden in der Hochwaldstadt ist. Schmitt (DRK Wedern), seit April 2015 im Amt, ist der Dritte in der Riege der Beauftragten. Unter Otto Mörsdorf (DRK Wadrill) wurde das Blutspenden eingeführt, es folgte ihm nach 45 Jahren sein Sohn Walter (DRK Wadrill).



Für das Blutspenden musste nicht allzu viel Überzeugungsarbeit damals geleistet werden, denn die Leute in der Hochwaldregion hatten schnell die Notwendigkeit des Blutspendens erkannt und sind in immer größerer Zahl zu den Lokalterminen erschienen. So erfolgte später der Umzug des Blutspendentrosses aus Bad Kreuznach in die Hauptschule, heute ist die Herbert-Klein-Halle Wadern, drei Mal im Jahr Treffpunkt der Blutspender. „Es werden bei uns derzeit knapp 400 Blutspender pro Termin abgezapft“, sagt der DRKler. Bislang wurden insgesamt 142 Blutspendentermine anberaumt. Die Anzahl der Blutspender ist nicht bekannt, aber mehr als 49 000 Blutkonserven wurden bislang gezählt. „Schon bald sollte der Spender oder die Spenderin für die 50 000 Blutspende ausgezeichnet werden können“, verrät Schmitt die Ehrung, die zwar beim nächsten Termin unwahrscheinlich ist, eher schon in 2018. Neben dem Ärzte- und Sanitätsteam der Blutspendenzentrale Bad Kreuznach, die innerhalb unserer Region die Spendentermine begleitet, werden auch wiederum 50 bis 60 freiwillige Helfer der DRK-Vereine aus der Hochwaldstadt für das Wohl der Blutspender sorgen.

Allerdings warnt Schmitt, dass die Zahl der Blutspender und damit auch die der Blutkonserven zurückgegangen ist. Da die älteren Mehrfach-Blutspender wegen Alter und Krankheit vermehrt ausfallen und der Nachwuchs an jüngeren Spendern nicht im erhofften Maße nachrückt, ist zuweilen ein Engpass mit Blutkonserven zu verzeichnen, zumal diese nicht künstlich hergestellt werden können.

„Deshalb appelliere ich weiter an die Jugend, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen“, sagt Schmitt. Nach seinen Worten soll Wadern eine kleine Hochburg im Blutspendenwesen bleiben und weitere Jubiläen feiern. Schmitts Appell: Die Blutspender sollen zum Termin unbedingt Personalausweis und Blutspenderausweis mitbringen.

Gesunde Menschen ab 18 Jahren können nach seiner Darstellung ohne Angst und Risiko Blut spenden, denn das Blut wird vor seiner Weitergabe sorgfältig untersucht. „Somit schlägt der Blutspender zwei Fliegen mit einer Klappe, einerseits leistet er eine gute Tat, anderseits sorgt er für die eigene Gesundheitsvorsorge“, sagt Schmitt, der zudem Erstspendern empfiehlt,, frühzeitig in die Stadthalle zu kommen und wie alle anderen Blutspender möglichst viel Flüssigkeit tagsüber zu sich zu nehmen.

Nächster Termin ist am Freitag, 8. Dezember, von 16 bis 20.30 Uhr in der Herbert-Klein-Halle in Wadern.