Ein altes Kulturgut erhalten

Wadrill. Mit der Wadriller Gehöferschaft bewahrt der Hochwaldort ein Kulturgut, das sich aus den frühesten Anfängen einer Besiedlung im Hochwaldraum bis heute erhalten hat. Die Rede ist von der Niederwaldbewirtschaftung. Sie gibt Zeugnis vom Entstehen und Niedergang verschiedenster politischer, ökonomischer, sozialer und familiärer Systeme, mit denen unsere Vorfahren gelebt haben

Wadrill. Mit der Wadriller Gehöferschaft bewahrt der Hochwaldort ein Kulturgut, das sich aus den frühesten Anfängen einer Besiedlung im Hochwaldraum bis heute erhalten hat. Die Rede ist von der Niederwaldbewirtschaftung. Sie gibt Zeugnis vom Entstehen und Niedergang verschiedenster politischer, ökonomischer, sozialer und familiärer Systeme, mit denen unsere Vorfahren gelebt haben. Wieder ist dieser Niederwald in Gefahr. Waren es früher Übernutzungen durch Eichelmast, Waldweide, die Entnahme von Streu sowie die Schiffel- und Rottwirtschaft, die den Wald überforderten, so sind es heute andere Ursachen: Zuviel Wild? Übersäuerung des Bodens durch Umwelteinflüsse? Klimaveränderungen? Diese Fragen werden in der Wadriller Gehöferschaft und in der übrigen Öffentlichkeit diskutiert.Eine Fachtagung zum Thema "Gleichgewichtige und nachhaltige Entwicklung von Wald und Wild am Beispiel der Wadriller Gehöferschaft" führt die Katholische Erwachsenenbildung im Bistum am Samstag, 6. März von zehn bis 16 Uhr in der Wadrilltalhalle durch. Nach einer Einführung in die Geschichte der Gehöferschaft als politische und wirtschaftliche Ordnung der Vergangenheit (Hans Ludwig, Mettlach), und einer Präsentation des aktuellen Zustandes der Wadriller Hecken (Michael Stroh, Wadrill) werden Prof. Dr. Schraml und Diplom-Forstwirt Suchomel, beide Uni Freiburg, Probleme um die heutige Jagdnutzung und zukünftige Waldentwicklung einerseits sowie die Bedeutung der Niederwälder mit ihren Potenzialen, Verwendungsmöglichkeiten und Erntetechniken vorstellen. Die Moderation hat Dr. Eberhard Wörner, Geschäftsführer der Saarländischen Gehöferschaften.