Ehrung: VSK-Verdienstorden bei Kappensitzung in Wadern verliehen

Ehrung für Narren : Zwei engagierte Fastnachter erhalten ihre verdiente Ehre

Die imposante Kulisse der Gala-Kappensitzung der Karnevalsgesellschaft „Mir gen us net“ von 1897 in Wadern war für den Verband Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) Anlass genug, zwei verdiente und auch altgediente Fastnachter auszuzeichnen.

Zunächst überreichte VSK-Vizepräsidentin Judith Martini an Hans Trampert den VSK-Verdienstorden in Gold mit entsprechender Ehrenurkunde. „De Heini“, wie er stets zu seinen Auftritten an den Kappensitzungen angesagt worden war, steht schon 33 Jahre auf der närrischen Bühne, sowohl bei den Närrischen Drei in seinem Heimatort Steinberg als auch in seinem Wohnort Wadern. Sein Markenzeichen: eine kräftige Stimme, die bis in die hinterste Ecke ohne Mikrofon zu hören sei. „Und seine Büttenreden waren alle Reißer“, würdigte Martini das über drei Jahrzehnte andauernde ehrenamtliche Engagement von Trampert für das Kulturgut und das Brauchtum der Faasend im Hochwald. Dabei hatte die Karriere des Büttenredners nur aufgrund einer Wette ihren Anfang genommen, denn als es jemand gewagt hatte und mit ihm wettete, dass er niemals auf einer Narrenbühne auftreten werde, war der Startschuss für eine lange und unvergessene Büttenkarriere gefallen. Noch am Weiber Donnerstag 1986 trat er als Gärtner in einer ersten Büttenrede auf. Sie hat ihm so viel Spaß gemacht, dass unzählige unterschiedliche Rollen folgen sollten. „Stets hat er begeisternde Beifallsstürme ausgelöst“, betonte Martini. Logisch, dass das Narrenvolk im Saal mit lautstarkem Applaus diese Auszeichnung honorierte. „Ihr wart wie immer ein tolles Publikum“, bedankte sich Trampert bei seinem Narrenvolk – ein letztes Mal. Jetzt pflegt er sich im Narren-Ruhestand.

Nicht weniger wurde Wolfgang Pfister vom Narrenvolk gefeiert. VSK-Regionalvertreter Bernd Mühlen zeichnete den engagierten Fastnachter der KG ebenfalls mit Verdienstorden in Gold und Ehrenurkunde aus. „Pfister, ein Rheinländer und somit mit dem Karnevalsvirus schon mit der Muttermilch infiziert worden, hat erstmals mit seiner Ehefrau Annemarie als Prinzenpaar die KG Wadern zusammen mit ihren eigenen Kindern als Kinderprinzenpaar in der Session 1983/84 regiert. Von daher hatte er Blut geleckt und seine Liebe zur Narrenbühne erst so richtig entdeckt“, blickte Mühlen auf die lange Narrenzeit von Pfister zurück. Ein zweites Mal war er zusammen mit der Gemahlin in der Session 2005/06 Prinzenpaar. Seine Paraderolle in der Bütt war das „Botterblöömchen“, das über die Grenzen von Wadern in etlichen Regio-Kappensitzungen im närrischen Grünen Kreis ebenfalls viel Beifall einheimste. Zuweilen trat er auch zusammen mit seiner Frau in lustigen und urwüchsigen Gesprächen eines streitbaren Ehepaares auf. Neben seinen Rollen in der Bütt hat Pfister auch über unzählige Jahre Vorstandsarbeit innerhalb der Waderner KG übernommen. Abschließend wünschte Mühlen dem engagierten Fastnachter noch eine lange und gute Zeit auf den närrischen Bühnenbrettern.