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| 20:27 Uhr

Büschfeld
Die Prims: Lebensader und Gefahr fürs Dorf

Die Büschfelder Heimat- und Geschichtsfreunde mit (von links) Rainer Sänger, Gabi Sänger, Edda Dittmann, Kurt Braun und Guido Peifer.
Die Büschfelder Heimat- und Geschichtsfreunde mit (von links) Rainer Sänger, Gabi Sänger, Edda Dittmann, Kurt Braun und Guido Peifer. FOTO: Erich Brücker
Büschfeld. Heimat- und Geschichtsfreunde stellen drittes Büschfelder Heimatbuch vor. Ein Kapitel widmet sich der Kirchenhistorie.

Die Heimat- und Geschichtsfreunde Büschfeld haben dieser Tage im Foyer der Schlossberghalle das dritte Büschfelder Heimatbuch vorgestellt. „Nach Jahren intensiver Nachforschungen und Bewältigung eines umfangreichen Aktenmaterials haben wir es nunmehr 16 Jahre nach dem zweiten Band endlich geschafft. Wir hoffen, dass uns mit diesem Buch wiederum ein aufschlussreicher Rückblick in die Geschichte unseres Ortes gelungen ist, und sie viel Freude bei der Lektüre haben“, sagte Guido Pfeifer zur Begrüßung der Buchvorstellung, zu der viele interessierte Bürger erschienen waren.

Auch Bürgermeister Jochen Kuttler gehörte zu den neugierigen Besuchern, hat er sich doch, wie er in seinem Grußwort mitteilte, ebenfalls an die Arbeit gemacht, ein Buch über die NS-Geschichte seines Heimatortes Nunkirchen zu schreiben. „Dieses Buch ist sicherlich eine gute Gelegenheit für die jetzige und nachfolgenden Generationen, den eigenen Ort noch besser kennenzulernen“, sagte der Verwaltungschef. Er nannte es eine gute Idee, in der Vergangenheit zu recherchieren und die eigene Heimat zu erforschen. Viel Arbeit und Freude werde wohl dahinter gesteckt haben. Sein Dank galt dem Redaktionsteams für die Herausgabe des Buches.

Kurt Braun stellte das Buch in kurzweiliger Form vor. Es beschäftigt sich mit der Prims als Lebensader von Büschfeld, teilt sie doch den Ort in zwei Hälften. Ihre im Laufe der Jahre immer wieder erbauten und zerstörten Brücken aus Holz und Stein sowie die Eisenbahnbrücken sind im Buch erwähnt, ebenso die Gefahren des Hochwasser und Überschwemmungen, die das halbe Dorf unter Wasser setzten. Aber auch von Nutzen war die Prims, bot sie doch einen reichlichen Fischbestand, das Vieh wurde dort getränkt, Wiesen und Gärten bewässert. Die Weiden im Uferbereich stellten eine Verdienstmöglichkeit dar. Ebenso wurden Mühlen betrieben. Unfälle und Tote hat es ebenfalls an der Prims gegeben. Bis Anfang der 50er Jahre war die Prims nicht kanalisiert, bot Wassersportmöglichkeiten – neben dem Angeln noch Schwimmen im Sommer und Eislaufen im Winter. Reguliert wurde die Prims 1953/54, doch die Hochwassergefahren waren nicht gänzlich gebannt. Der Winter 1994/95 ist vielen Büschfeldern noch in guter Erinnerung.

Dazu wird in der Publikation die Kirchengeschichte von Büschfeld durchleuchtet. Diese ist über Jahrhunderte eng mit der von Nunkirchen und teilweise mit Bardenbach verbunden. Jahrhunderte lang mussten die Büschfelder und Bieler auf Schusters Rappen zur Pfarrkirche nach Nunkirchen gehen. Hier besuchten sie die Messe, ihre Kinder wurden dort getauft, kamen zur Kommunion, heirateten und wurden dort beerdigt. 1935 bekam Büschfeld einen ersten Friedhof, 1968 eine Leichenhalle. Büschfeld mit Ortsteil Biel wurde am 1. Januar 1956 eine eigenständige Kirchengemeinde, gehörte aber noch zur Pfarrei Nunkirchen. Mit Wirkung vom 15 Juli 1968 wurde Büschfeld mit Biel zur Vikarie mit eigenem Pastor und zum 1. Januar 1970 zur Pfarrvikarie erhoben. Bardenbach wurde von der Pfarrei Wadern zur Pfarrei Büschfeld umgepfarrt. Am Fest Mariä Himmelfahrt wurde auf dem Kapellenberg der Grundstein zur heutigen Büschfelder Kirche, innen und außen modern geprägt, gelegt. Geschichten und Anekdoten aus dem harten Alltag der Vorfahren trug Rainer Sänger zur Erheiterung der Besucher vor. Viele davon sind auch im Buch nachzulesen.

Das neue Buch kann gekauft werden bei: Salon Martina, Haus am Mühlenbach, Elektro Lauck (alle Büschfeld; Sparkassenfiliale Nunkirchen, Bücherhütte Wadern sowie bei den Vorstandsmitgliedern Edda Dittmann, Telefon (0 68 74) 10 79, oder Kurt Braun, Tel. (0 68 74) 66 98, zum Preis von zwölf Euro.