Die Mühen haben sich gelohnt

Mit einem festlichen Konzert mit Haydns „Schöpfungsmesse“ soll am ersten Advent das Ende der Bauarbeiten in der Kirche Allerheiligen in Wadern gefeiert werden. Drei Jahre lang wurde die Kirche innen wie außen auf Vordermann gebracht.

Schon seit drei Jahren wird an und in der Kirche Allerheiligen in Wadern kräftig saniert und restauriert. Nachdem die Außenfassade schon einige Zeit in einem neuen Glanz erstrahlt ist, sind die Handwerker seit vergangenem Jahr dabei, das Kircheninnere auf Vordermann zu bringen.

"Nur noch wenige Tage, und wir können am 1. Adventssonntag mit der ‘Schöpfungsmesse' von Joseph Haydn das Ende der Sanierungs- und Malerarbeiten fristgemäß besiegeln", atmet Alfons Wack vom Aktionsbündnis Renovierung Kirche Wadern erleichtert auf. Dann verfüge die Pfarrei Allerheiligen über ein tolles Kirchenschiff für ihre Gläubigen, das ein überaus anschauliches Bild abgibt.

Alle Mühen und Kosten haben sich gelohnt. Zu den Kosten von rund 240 000 Euro gab es vor einem Jahr einen Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Höhe von 50 000 Euro sowie 5000 Euro von der Saarland-Sporttoto-Gesellschaft.

Die SZ hat sich zusammen mit Alfons Wack vom Aktionsbündnis in der Pfarrkirche umgesehen und die Renovierungsarbeiten in Augenschein genommen. Für die Erneuerung der Bodenbeläge mussten sämtliche Bänke ausgelagert werden. Diese sind nach Fertigstellung des Marmorbodens inklusive Kabelverlegungen im Fußboden für die Sitzheizung der Polster in den beiderseits sieben ersten Bankreihen jetzt wieder an ihrem Platz.

Die Marien-Lourdes-Kapelle im Kirchturm wurde ausgebessert, ebenso der Treppenaufbau. Die Orgel musste zur Vermeidung einer Verschmutzung durch Staub ein- und wieder ausgerüstet werden.

"Die neue Farbgebung ist gemäß der Vorschrift einer klassizistischen Hallenkirche in den Tönen zart graugrün angepasst worden", klärt Wack auf. Zuvor wurden Feuchtigkeitsschäden und Putzablösungen zur Substanz-Erhaltung beseitigt, neu grundiert und angemalt. Die Kirchendecke wurde zusätzlich mit einer neuen Isolierung und Dämmung versehen, wurde anschließend aus optischen Gründen zweifarbig gestrichen, bekam einen Spiegel, ebenso alle Fensternischen. Zusätzliche Arbeiten erforderte der Altarbereich, der mit unzulässiger Dispersionsfarbe gestrichen war, die eigens beseitigt werden musste. Die Nischen der Heiligen im Altarbereich, der mit indirekter LED-Beleuchtung versehen wurde, wurden zugemauert, werden mit Reliefs ausgeschmückt.

"Neben den Heiligenfiguren wurden auch die zwölf Apostel zur Neubemalung sowie der Pieta-Altar zum Restaurieren zur Malerfirma gebracht", sagte Wack. Jetzt stehen alle in neuer Farbgebung wieder auf ihren Sockeln. Auch die Glocken wurden gewartet und repariert. Nur wenige kleinere Arbeiten sind noch zu erledigen. So wird über dem Altar ein neuer Ring-Leuchter mit einem Durchmesser von drei Metern aufgehängt. Ebenso sind die Sitzpolster noch auf den Bänken anzubringen.

Wack verhehlte jedoch nicht, dass sich die Kosten aufgrund von zusätzlichen Mehrarbeiten um 30 000 Euro erhöht haben. Hierfür wird in den nächsten Tagen eine Haussammlung in Wadern durchgeführt.

Er dankt der Bevölkerung für bislang geleistete Spenden für die Außen- und Innenrenovierung sowie für das entgegengebrachte Verständnis bei den Renovierungsarbeiten.