1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Wadern

Die Leidensgeschichte Jesu im Pfarrheim

Die Leidensgeschichte Jesu im Pfarrheim

Von heute bis Karfreitag kann in Wadrill der Ostergarten des Dekanats Wadern/Losheim besichtigt werden.

"Willkommen im Ostergarten im Pfarrheim Wadrill", so heißt es ab sofort. Der Ostergarten ist ein Sinnenpark. Neun aufwändig gestaltete Szenen werden vom Einzug Jesu in Jerusalem über das Abendmahl, die Geschehnisse im Garten Getsemani und die Verleugnung durch den Apostel Petrus und weiter über die Verurteilung durch Pilatus, Kreuzigung und Auferstehung bis in den Ostergarten dargestellt und besprochen. "Die Idee, einen Ostergarten im Dekanat Wadern/Losheim zu gestalten, gibt es schon eine geraume Zeit", sagt Jörg Mang, Gemeindereferent der Pfarreiengemeinschaft Weiskirchen, der zusammen mit Tanja Buchheit-Thewes, Gemeindereferentin der Pfarreiengemeinschaft Wadern, sowie weiteren rund 30 Helfern das umfangreiche Projekt auf den Weg gebracht hatte.

Nachdem mit dem Pfarrheim in Wadrill, das ausreichend Platz bietet, eine geeignete Räumlichkeit hierfür gefunden worden war, ging es mit Gründung eines Projektteams und ersten Planungen im September 2016 los. "Unser herzlicher Dank gilt allen Vereinen und Gruppen, die ihre Proben- und Trainingszeiten für das Projekt zur Verfügung gestellt haben. Dank aber auch an die Verwaltungsräte der Pfarreiengemeinschaften, die die notwendigen finanziellen Mittel genehmigt haben", betonte Thewes-Buchheit. Mit viel Begeisterung und Engagement ging es an die Vorbereitungen. Zahlreiche Kinder aus den Kindergärten und Grundschulen in Rappweiler, Nunkirchen und Wadrill halfen beim Herstellen von Deko-Artikeln und bemalen der Betttücher mit. Das Pfarrheim wurde vermessen, Konstruktionszeichnungen erstellt, Befestigungen wie Haken und Seile an Decken und Wände geschraubt.

Unzählige Betttücher und andere Wandverkleidungen mussten organisiert, genäht, bemalt und aufgehängt werden. Stadttor und Häuser von Jerusalem wurden dargestellt, der Abendmahlsaal mit großem Tisch und Stühlen sowie der Garten Getsemani geschaffen. Die Szenen für die Verhaftung von Jesus und den Verrat von Judas und von Petrus sowie die Kreuzigung mit Grabmal wurden aufgebaut. Letztendlich auch der Ostergarten, der Symbol des neuen Lebens ist. Utensilien der damaligen Zeit wurden organisiert oder eigens aus Styropor hergestellt. Hier gilt der Dank des Projektteams der Firma Klesen aus Büschfeld für die Herstellung des Esels (für den Einzug nach Jerusalem), den Grabstein, römische Säulen und Standarte.

Im nächsten Schritt wurden die Styroporarbeiten fachmännisch mit Gips überzogen und angemalt.

Glück im Unglück hatte man auch, denn beim Bemalen des Esels fiel dieser vom Tisch und brach sich alle vier Beine. Da war schnelle Hilfe gefragt und auch gefunden in Professor Augustin Betz, der in unmittelbarer Nähe des Pfarrheimes seine Praxis hat (siehe spearaten Text).

Zum Thema:

Der Ostergarten ist vom 3. bis 14. April (Karfreitag) im Pfarrheim Wadrill aufgebaut. Ab sofort können sich Gruppen ab 15 bis zu 25 Personen anmelden. Täglich und stündlich finden ab 8 Uhr bis 20 Uhr (letzte Führung) begleitete Führungen statt. Ab 18 Uhr können Einzelpersonen und Familien den Ostergarten besuchen und sich einem Rundgang anschließen. Eine Erlebnisführung mit Musik und Texten dauert etwa eine Stunde. Anmeldung mit Angabe von Wunschtermin und Zeit, Gruppengröße, Ansprechpartner und Rufnummer an tanja.thewes@t-online.de, Tel. (01 51) 50 48 36 61, oder joerg.mang@t-online.de, Tel. (01 63) 4 73 89 65). Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.