1. Saarland
  2. Merzig-Wadern
  3. Wadern

Die Kernsanierung der Mehrzweckhalle in Lockweiler ist beendet

Einweihung der Mehrzweckhalle in Lockweiler : Vereine nehmen ihre renovierte Halle in Besitz

Beim Neujahrempfang in Lockweiler wurde die Mehrzweckhalle nach 18 Monaten Bauzeit übergeben. Kosten: rund 1 955 000 Euro.

Beim traditionellen Neujahrsempfang haben die Lockweiler ihre sanierte Mehrzweckhalle in Besitz genommen. Die Übergabe nahmen Waderns Bürgermeister Jochen Kuttler und die Ortsvorsteher Josef Serwe aus Lockweiler und Christian Leidinger aus Krettnich vor. Den kirchlichen Segen erteilten Pastor Stefan Sänger und Pfarrerin Wiebke Reinhold. Serwe begrüßte viele Ehrengäste aus der kommunalen Verwaltung, Wirtschaft und Politik, angeführt von Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, dem Landtagsabgeordneten Ulrich Schnur sowie Altbürgermeister Berthold Müller und seinem Vorgänger Fredi Dewald.

„Mit dem heutigen Tag sind wir alle nunmehr froh, dass die Sanierung nach 18 Monaten Bauarbeiten abgeschlossen ist, und wir dürfen uns über das Ergebnis freuen, das sich sehen lassen kann“, sagte Serwe. „Ja, unsere Mehrzweckhalle erstrahlt in neuem Licht, sie ist einfach schön geworden.“ Mit viel Herzblut habe er die Zeit seit den Anfängen 2006 begleitet. Er bedauerte nur, dass die Kernsanierung der Halle, ob mit Verpflichtungsermächtigung oder Sonderkredit, wie jetzt bei der Grundschule Nunkirchen geschehen, bei der damaligen Mehrheit im Stadtrat trotz zweitem Gutachten nicht auf der Agenda gestanden habe. „Wichtig für uns war aber vom damaligen Innenminister Stephan Toscani die Zusage über eine Million Euro, die sein Nachfolger Klaus Boullion Ende des vergangenen Jahres zuzüglich von 150 000 Euro symbolisch überbracht hatte“, sagte er.

Erst nach der Kommunalwahl 2014, bei der auch ein neuer Verwaltungschef gewählt wurde, sei die Zeit reif für eine Sanierung der Halle geworden. Zuvor hatten laut Serwe alle Bürgermeisterkandidaten eine Sanierung angekündigt. „Bürgermeister Jochen Kuttler hat Wort gehalten, es wurde 2015 ein Zeiten- und Finanzierungsplan aufgestellt, mit den Baumaßnahmen Dächer- und Fassadensanierung sowie neuer Fenster konnte 2016 begonnen werden.“

Ein weiterer Bauabschnitt sei im April 2018 gestartet. Nach 18 Monaten sei die Halle trotz einiger unvorhergesehener Verzögerungen fertig geworden. „Damit ist die Zeit des Exils für unsere Grundschule, die Freiwillige Ganztagsschule sowie für unsere Vereine und Vereinsgemeinschaft zu Ende“, sagte er und dankte allen für das Engagement, die Kompromissbereitschaft und das Verständnis, dass die Leute aus dem Waderner Stadtteil in andere Hallen und Räumlichkeiten ausweichen mussten.

„Sie ist ein Schmuckstück geworden, die Halle in Lockweiler“, sagte Bürgermeister Jochen Kuttler. „Einige Hürden mussten genommen werden, aber dafür sind Hürden bekanntlich da.“ Mit der Wiederinbetriebnahme der Mehrzweckhalle könne am größten Grundschulstandort der Stadt Wadern Schulsport wieder vernünftig angeboten werden. Und die Bürger hätten eine Halle, die kernsaniert sei. Seit seinem Amtsantritt habe die Halle auf der Prioritätenliste ganz oben gestanden. Abriss, Neubau, Renovierung oder Kernsanierung standen laut Verwaltungschef im Raum. Die Kernsanierung sei durchgezogen worden, zumal ein Zuschuss über eine Million Euro vorlag, der über Jahre festgehalten werden konnte. Der vorgesehene Kostenrahmen sei auf ein vernünftiges finanzierbares Maß heruntergeschraubt worden, alle Wünsche seien realisiert worden. Der Verwaltungschef dankte allen Beteiligten dafür, dass wirtschaftlich gearbeitet wurde. „Wichtig war aber, dass der zeitliche Rahmen und die Kosten eingehalten wurden“, sagte Kuttler. Dies sei in heutigen Zeiten nicht unbedingt selbstverständlich. Die Bruttokosten von 1 955 000 Euro liegen laut Kuttler genau im Rahmen des Budgets. In keine Ecke der Stadt Wadern ist nach seinen Worten so viel Geld geflossen wie in den Bereich Lockweiler-Krettnich.

Der Männergesangverein hat die Hallen-Einweihung begleitet. Foto: eb

Wichtig für Konrad Schmitt, den Vorsitzenden des Turnvereins Lockweiler und Sprecher aller Vereine, war, dass die Vereine ihre Vorstellungen mit einbringen durften. Allerdings hätten nicht alle Wünsche realisiert werden können. Schmitt dankte den Sportlern, die im Exil ihren Vereinen gegenüber treu geblieben sind, den Eltern, Trainern und Betreuern, die die Kinder in die Hallen umliegender Ortschaften fahren mussten, sowie den Verantwortlichen in den anderen Orten, die den Leuten aus Lockweiler-Krettnich in ihren Hallen Asyl gewährten. Ein Lob ging auch Ramona Becker von der Stadtverwaltung zu, die alles perfekt organisiert hatte, und an den Ortsvorsteher, dessen Einsatz laut Schmitt über das Normalmaß hinausging. „Jetzt sind wir froh, dass die unendliche Geschichte ein Ende hat. Mit Begeisterung werden wir alle die Halle wiederum in Besitz nehmen, pfleglich mit dem Schmuckstück umgehen. Dazu freuen wir uns auf anstrengende Trainingseinheiten, spannende und verletzungsfreie Spiele ebenso wie auf Konzerte, Theatervorstellungen, Jubiläen und andere Veranstaltungen wie Kappensitzungen“, sagte Schmitt.