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Der Gipfel muss nicht immer das Ziel sein

Wadrill. Bergauf und bergab sind die Berg- und Skifreunde der Sektion Hochwald im Deutschen Alpenverein im vergangenen Jahr unterwegs gewesen. Im Vereinsheft gibt der Vorstand einen Überblick über unterschiedliche Exkursionen. Wanderungen haben Chef Manfred Dillschneider und sein Team beschrieben, ebenso Radtouren, Kletterkurse und Fort- und Ausbildungen. Auch verraten sie das Programm für dieses Jahr. Erich Brücker

"Der Bergsommer 2014 zeigte sich turbulent und wechselhaft. Der Frühsommer präsentierte sich von der Sonnenseite, der Monat August brachte Stürme und zum Teil Dauerregen in den Alpen. Entsprechend war auch die Unfallstatistik, Meldungen über Bergunfälle häuften sich", blickte Vereinsvorsitzender Manfred Dillschneider zurück. Trotz dieser erschwerten Bedingungen zeigte sich der Vereinschef sehr erfreut darüber, dass alle unterschiedlichen Sektionstouren unfallfrei verlaufen sind. Das zeuge von einem hohen Niveau an Ausbildungsqualität, einer guten Führungskompetenz und Verantwortungsbewusstsein. "Es war dennoch ein interessantes Bergjahr mit vielen schönen Erlebnissen", lautet sein Fazit.

Erfreulich für ihn war auch wiederum die ansteigende Zahl der Mitglieder. "Viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene nutzen mit Begeisterung unsere Sektionsaktivitäten und verlassen sich auf eine fachliche Kompetenz und gute Ausbildung", nennt Dillschneider als Grund. Um den hohen Sicherheitsanspruch weiter gewährleisten zu können, werde die Sektion zukünftig die Zahl der Tourenleiter und Trainer erhöhen. Das Bestreben liege darin, junge Führungskräfte zu gewinnen, um letztlich in allen Bereichen des Bergsports kompetent unterwegs zu sein.

Im Sektionsheft Bergauf-Bergab können etliche Touren mit vielen Bildern textlich nachgewandert werden. Ob Schneeschuhtour im Fotschertal/Sellrain, auf Madeira einen Siebentausender entdecken, zehn Tage Kletter-, Wander- und Sightseeing-Urlaub auf Sizilien oder Frauentour in den anspruchsvollen Allgäuer Alpen - alle waren für die einzelnen Gruppen gelungen, und es wurde sichtlich zufrieden festgestellt, dass nicht immer der Gipfel das Ziel sein muss.

Eine weitere Gruppe hatte sich eine Exerzitien-Wanderwoche in Sulden am Ortler verordnet, eine verregnete Ausbildungs- und Tourenwoche gab es in den Ötztaler Alpen. Wieder andere erlebten die Unbeständigkeit des Wetters auf den Azoren. Eine Familientour führte an den Gardasee.

Auf etlichen Seiten des Vereinsheftes sind die geplanten Bergsteiger- und Trekkingtouren, Rad- und Klettertouren, Wintersport, Bergsteigen und Ausflüge im laufenden Jahr gewidmet. Auch kommen die Wanderungen über Premiumwanderwege in der näheren Region nicht zu kurz. An die Kinder und Jugendlichen der Sektion ist mit eigenen Aktivitäten ebenfalls gedacht. Aber auch Aus- und Fortbildungen gehören zum Jahresprogramm, sagen die Verantwortlichen. Im kommenden Jahr geht es zu einer Trekkingtour in den Kaukasus.

Für diesen Sonntag, 29. März, lädt die Sektion Hochwald ihre Mitglieder zur Jahreshauptversammlung mit den üblichen Tagesordnungspunkten ins Pfarrheim Wadrill ein. Beginn ist um 17.30 Uhr.



Zum Thema:

stichwortDie Sektion Berg- und Skifreunde Hochwald unterhält ihre Geschäftsstelle im Sektionshaus in Wadrill , Hermeskeiler Straße 26 a. Dort gibt es eine Boulderwald, die donnerstags von 17 bis 19 Uhr geöffnet ist. Die Kletterwand im Therapiezentrum Martinsmühle ist donnerstags von 17.30 bis 19.30 Uhr unter Aufsicht der Sektion, von 19.30 bis 22 Uhr sowie freitags von 18 bis 21.30 Uhr für selbstständiges Klettern für jedermann geöffnet. Die Geschäftsstelle, die auch einen Ausrüstungsverleih betreibt, ist mittwochs 10 bis 12 Uhr; donnerstags 17 bis 19 Uhr geöffnet und erreichbar unter Telefon (0 68 71) 9 20 94 18 oder per E-Mail an: info@dav-hochwald.de. eb