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Das Leben der Hartfüßler und ihr Einfluss auf die Region

Wadern. Der saarländische Autor Karl Josef Boussard hat zum Thema Grubenarbeiter mit mehr als 170 Zeitzeugen gesprochen. In seinem Vortrag „Die Erben der Hartfüssler“ befasst er sich eingehend mit dem Thema und dessen Einfluß auf die Region. red

In der Veranstaltungsreihe "Treffpunkt Heimat" des Vereins für Heimatkunde Wadern hält Karl Josef Boussard einen Vortrag über die als Hartfüßler bezeichneten Grubenarbeiter. Der Vortrag findet am Mittwoch, 19. Oktober, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Wadern statt.



Mal eben ins Auto setzen und die 50 Kilometer oder mehr auf der Autobahn zur Arbeit fahren? Von diesem Luxus, der heute für uns selbstverständlich ist, konnten die als Hartfüßler bezeichneten Arbeiter vor über hundert Jahren nur träumen. Sie mussten zu Fuß den beschwerlichen Weg auf sich nehmen, was ihnen dann auch den eher wenig ehrenhaften Namen eintrug.

In den nördlichen Landkreisen Merzig-Wadern und im Landkreis St. Wendel gibt und gab es keine Fördertürme, Bergehalden oder Bergschäden, aber zahlreiche Spuren des Steinkohlenbergbaus. Der saarländische Autor Karl Josef Boussard hat mit mehr als 170 Zeitzeugen aus dieser Region gesprochen und dabei viel über das Leben und Arbeiten der ehemaligen Bergleute erfahren. Er wird in seinem Vortrag auch auf die Situation im Hochwaldraum eingehen. Sein Buch "Die Erben der Hartfüßler" befasst sich eingehend mit dem Thema und den Spuren, den der Bergbau in der Region hinterlassen hat.

Karl Josef Boussard, Jahrgang 1948, arbeitete in der fünften Generation im Bergbau. Nach dem erfolgreichen Besuch der "Steigerschule" übernahm er viele Jahre Führungsaufgaben in der betrieblichen Ausbildung. Sein Buch und sein Engagement in Vorträgen sind ein Beleg dafür, wie wichtig ihm eine intensive Erinnerungskultur ist. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei.