"Das Geld ist gut angelegt"

Wadern. Nach einem halben Jahr Bauzeit und mit einer Investition von 1,75 Millionen Euro wurde am Mittwoch das neue Privatkunden-Center der Sparkasse Merzig-Wadern in einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben. Ab kommendem Montag steht das Center am Waderner Marktplatz den Kunden zur Verfügung

Wadern. Nach einem halben Jahr Bauzeit und mit einer Investition von 1,75 Millionen Euro wurde am Mittwoch das neue Privatkunden-Center der Sparkasse Merzig-Wadern in einer Feierstunde seiner Bestimmung übergeben. Ab kommendem Montag steht das Center am Waderner Marktplatz den Kunden zur Verfügung. Schon an diesem Samstag gibt es von zehn bis 16 Uhr einen Tag der Offenen Tür mit vielen Aktionen.Der Kunde betritt durch den Haupteingang den SB-Bereich mit drei Dialog-Theken und einem umfangreichen Automatenangebot für fast alle Bankgeschäfte. Für diskrete Beratungen stehen hier sieben Büros zur Verfügung. Daneben gibt es auf den 556 Quadratmetern Fläche auch einen Schulungsraum. Nachts ist der SB-Bereich durch eine Glasscheibe abgetrennt.Vor zahlreichen Gästen ließ Vorstandsvorsitzender Siegfried Eckert die Geschichte der Sparkasse im Schnelldurchlauf Revue passieren, wartete aber auch mit neuesten Geschäftszahlen auf. In Wadern entstand 1920 eine Geschäftsstelle der Kreissparkasse Merzig, die 1923 in der unabhängigen Kreissparkasse Wadern aufging. Das neu entstandene Saargebiet machte die Veränderung notwendig, weil der Restkreis Wadern nach wie vor zum Deutschen Reich gehörte. 1957 trat das Saarland dem Wirkungsbereich des Deutschen Grundgesetzes bei. Doch der Landkreis hatte noch bis 1993 zwei selbstständige Sparkassen. Am 1. Januar 1994 kam es zur Fusion beider Häuser. "Die Fusion hat unserer Sparkasse gut getan", sagt Eckert. "Die Bilanzsumme ist seither von 785 Millionen auf 1,48 Milliarden Euro Ende 2009 angestiegen." Der Marktanteil im Privatkundengeschäft belaufe sich in Wadern auf 64 Prozent der Bürger - ein Spitzenwert im Saarland. 6300 Waderner haben bei ihrer Sparkasse 200 Millionen Euro auf die hohe Kante gelegt. Weil das nicht gerade selbstverständlich sei, habe die Sparkasse auch in einer Zeit von Finanz- und Wirtschaftskrise investiert. Eckert: "Wir bekennen uns zum Standort Wadern!" Von einer Kreditklemme könne im Landkreis ebenfalls keine Rede sein, sagt Eckert: "Wir haben genügend Mittel, um unseren Kreditrahmen jederzeit um 500 Millionen aufzustocken." Das Krisenjahr 2009 habe der Sparkasse das beachtliche Wachstum um 3,3 Prozent beschert.Die Architektengemeinschaft Röder und Kühnen stellte ihr Werk im Einzelnen vor. Vorstandsmitglied Frank Jakobs erläuterte die Philosophie der Sparkasse. Das Kundenverhalten habe sich verändert, Preisempfindlichkeit und Sicherheitsbedürfnis seien heute ausgeprägt. Die früher übliche lebenslange Treue zu einem Kreditinstitut entspreche nicht mehr den Trends, sagte Jakobs. Das Online-Banking habe bei der Sparkasse mittlerweile einen Anteil von 40 Prozent erreicht. Diesen Entwicklungen trage die Bank Rechnung, mit 20 Beratern in "einem Forum für finanzielle Lebensplanung am Marktplatz in Wadern".Architekt Kurt Kühnen übergab den Schlüssel für die neuen Räume an Günter Ludwig, Leiter des Privatkunden-Centers in Wadern. Ludwig bedankte sich bei Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich als Verwaltungsratsvorsitzender der Sparkasse mit Blumen für die Genehmigung der Baumaßnahmen. "Der Spielbetrieb in der neuen Sparkassen-Arena in Wadern beginnt am Montag", meinte Günter Ludwig, "als Tabellenführer in der Region". Landrätin Schlegel-Friedrich ist stolz darauf, "dass die Sparkasse Merzig-Wadern zur Spitze der deutschen Sparkassen-Landschaft gehört". Bürgermeister Fredi Dewald bescheinigte, dass das Geld gut angelegt sei. Darauf sei man in Wadern als Mittelzentrum im Hochwald stolz. Sparkassenchef Eckert übergab dem Bürgermeister eine Spende von 2500 Euro für die Waderner Tafel. Pastor Paul-Johannes Mittermüller segnete die neuen Räume und ihre Benutzer ökumenisch ein. "Wir bekennen uns zum Standort Wadern." Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Siegfried Eckert

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