Das Derby der Angeschlagenen

Im Saarlandpokal gab es für die Fußball-Landesligisten FC Noswendel Wadern und SV Bardenbach am Mittwoch ein böses Erwachen. An diesem Samstag treffen die Nachbarvereine nun im Derby aufeinander. Die Erwartungen beiderseits sind gedämpft.

Nach einer schwachen Rückrunde wollten die Landesliga-Fußballer des SV Bardenbach eigentlich wieder an bessere Zeiten anknüpfen. Doch das ist bis dato kräftig missglückt. In der Liga verlor die Elf von Trainer Luca Lanfranco je 2:3 bei den SF Hüttersdorf und zuletzt zu Hause gegen die SG Körprich-Bilsdorf. Dazu kam am Mittwoch das bittere Aus im Saarlandpokal beim benachbarten Bezirksligisten FC Wadrill. Dort unterlag Bardenbach durch ein Tor von Wadrills neuem Spielertrainer Luca Greco (82.) spät, aber verdient mit 0:1. "Wadrill war im Zweikampf besser, hat mehr Aggressivität auf den Platz gebracht", räumte Lanfranco ein. Genau jene Tugenden sind auch an diesem Samstag gefragt, wenn ab 16.30 Uhr beim FC Noswendel Wadern gleich das nächste Derby für Bardenbach ansteht. "Wir sind da Außenseiter", gibt sich Lanfranco eher kleinlaut. "Der psychologische Vorteil liegt bei Noswendel Wadern . Weil sie schon ein Spiel gewonnen haben und wir dort zuletzt nicht gut aussahen."

Im April gewann Noswendel Wadern mit 4:1. Doch in den letzten beiden Partien gab es auch für den FC nicht viel zu lachen. Nach dem 0:2 im Derby beim SV Weiskirchen schied das Team des Trainerduos Patrick Paulus/Stephan Sauer am Mittwoch ebenfalls aus dem Pokal aus: Bei Bezirksligist SV Wallerfangen hieß es 1:4. Ex-Juniorennationalspieler Kevin Feiersinger per Doppelpack und Mustafa Karaoglan brachten Wallerfangen schon nach 18 Minuten 3:1 in Führung. Christopher Mai hatte für Noswendel Wadern zwischenzeitlich ausgeglichen (5. Minute). In Hälfte zwei traf dann Karaoglan zum 4:1-Endstand (87.). "Auswärts bei diesem starken Team war von vornherein klar, dass es für uns schwer wird. Wallerfangen würde auch in der Landesliga um den Titel mitspielen", relativierte Paulus die Niederlage gegen eine klassentiefere Mannschaft.

Bitter war für den FC, dass sich zum Pokal-Aus noch drei Verletzte gesellten. Enis Ferizovic und Yannick Gleser, die beim tollen 6:0-Ligaauftakt vor zwei Wochen gegen den FSV Saarwellingen jeweils doppelt getroffen hatten, verletzten sich an Knie und Sprunggelenk. Zudem beklagt Jan-Philipp Grünewald muskuläre Probleme. Ein Derby-Einsatz des Trios ist offen. Nachdem mit Torjäger Sven Schwindling und Dominik Holz bereits zwei wichtige Spieler langfristig ausfallen, wird es für den FC personell richtig eng. Dennoch gibt sich Paulus kämpferisch: "Die elf Spieler auf dem Platz werden in der Lage sein, Bardenbach Paroli zu bieten."