Schulkooperation: Damit Leichtathletik mehr Spaß macht

Schulkooperation : Damit Leichtathletik mehr Spaß macht

Leichtathletikverband, Landkreis, Stadt und Krankenkasse IKK heben neuen Schulstützpunkt Wadern aus der Taufe.

Zur Förderung der Leichtathletik und Unterstützung der lokalen Sportvereine ist am Hochwald-Gymnasium in Wadern ein neues und attraktives Sportangebot durch den Saarländischen Leichtathletikverband in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Merzig-Wadern, der Stadt Wadern sowie dem Projektförderer IKK Südwest eingeführt worden. Hierzu wurde im Hinblick auf das Sport- und Bewegungsangebot zwischen den Kooperationspartnern eine gemeinsame Vereinbarung zur Gründung eines Schulstützpunktes Hochwald unterzeichnet.

„Die Sportart Leichtathletik soll durch die Partner als wichtiges Element des Leistungssports (Talentsichtung), des Breitensports (motorische Entwicklung und Prävention) sowie der sozialen Teilhabe im Rahmen der Vereinsgemeinschaft kommuniziert und erlebbar gemacht werden“, heißt es in der Präambel zu dieser Vereinbarung, die von Lothar Altmeyer, Präsident des Saarländischen Leichtathletikverbandes, Landrätin Daniela Schlegel-Friedrich, Bürgermeister Jochen Kuttler, HWG-Schulleiterin Ellen Küneke sowie Günter Eller, Regionaldirektor der IKK Südwest, unterzeichnet wurde.

„Wir sind eine sportbegeisterte Schule. Von daher sind wir gerne Partner, um uns neben dem Fußball nunmehr auch der Leichtathletik außerhalb des Pflichtunterrichts zu widmen“, sagte Schulleiterin Küneke. „Es ist eine gute Entscheidung des Leichtathletikverbandes, mit dem Angebot im Hochwald für mehr Beachtung und Aufmerksamkeit für die Leichtathletik zu sorgen“, befand Landrätin Schlegel-Friedrich, die zugleich als Schirmherrin des Schulstützpunktes Hochwald fungiert.

Auch für den Landkreis sei es eine gute und angenehme Aufgabe, jungen Menschen den Sport näher zu bringen, schließlich werden im Schul- und Berufsleben bessere Leistungen durch die Ausübung von Sport erreicht. Und von den Grundsportarten können auch Nichtsportler viele Aktivitäten bis ins hohe Alter ausüben.

Dieser erste Schritt solle auch Ansporn für andere Schulen sein, sich dem Leichtathletiksport zu widmen, um über den Breitensport auch in die Spitze zu kommen. Leider stehe im Grünen Kreis nur eine Tartanbahn zur Verfügung. Von daher sei es schon schwierig, Interesse für diesen Sport zu wecken, wenn die Infrastruktur fehle. Sie sprach aber die Hoffnung aus, schon bald einige Asse auf den Siegertreppchen stehen zu sehen und wünschte dem Projekt ein langes und erfolgreiches Dasein. Bürgermeister Jochen Kuttler sagte, mit Wadern habe der Leichtathletikverband eine gute Wahl getroffen, um diese Sportarten mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Seine Stadt werde im Rahmen ihrer Möglichkeiten dieses Projekt fördern und unterstützen, schließlich habe der Schulsport heutzutage eine größere Bedeutung als früher. „Früher war das HWG Wadern in Sachen Leichtathletik immer eine Hausnummer, hat stets gute Sportler hervorgebracht, die mit guten Leistungen im Saarland und darüber hinaus viel Werbung für den Saarsport betrieben haben“, sagte Verbandspräsident Lothar Altmeyer.

ürgermeister Jochen Kuttler, Bezirksdirektor Günter Eller, Landrätin Daniela schöegel-Friedrich, Schulleiterin Ellen Küneke und LAV-Präsident Lothar Altmeyer (von links) unterzeichnen den 1. Kooperationsvertrag. Foto: Erich Brücker. Foto: Erich Brücker

Von daher war es wichtig, einen ersten Stützpunkt wiederum im Hochwald einzurichten, weil dort stets viel Potenzial vorhanden war und hoffentlich auch weiter ist. Generell soll das Interesse an der Leichtathletik geweckt werden. Aber auch die Talentsichtung soll intensiver betrieben werden. Zwei- bis dreimal wöchentlich findet ein Training mit hauptamtlichen Trainern des Verbandes für die Grundlagenausbildung statt. Ein Anfang ist am HWG bereits gemacht. Unter Sportlehrer Benjamin Heinrichs trainiert eine erste Trainingsgruppe allwöchentlich. „Die IKK Südwest“, so Regionaldirektor Günter Eller, „trägt mit ihrem finanziellen Engagement zur Förderung des Schulsports und der allgemeinen Volksgesundheit gerne bei“.

Mehr von Saarbrücker Zeitung