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Christianenberg-Denkmal wird im Mai in Wadern eingeweiht

Christianenberg-Denkmal wird im Mai in Wadern eingeweiht

Wadern. Das Klosterkreuz auf dem Waderner Christianenberg bekommt Gesellschaft. Das teilt Friedrich Ebert, Vorsitzender des Waderner Vereins für Heimatkunde, mit. Der Verein damit greift die Anregung von Kapuziner-Pater Pio vom 1. Juli 1771 auf. Pater Pio hatte damals die Leichenpredigt für Prinzessin Christiana von Schwarzburg-Sondershausen gehalten

Wadern. Das Klosterkreuz auf dem Waderner Christianenberg bekommt Gesellschaft. Das teilt Friedrich Ebert, Vorsitzender des Waderner Vereins für Heimatkunde, mit. Der Verein damit greift die Anregung von Kapuziner-Pater Pio vom 1. Juli 1771 auf. Pater Pio hatte damals die Leichenpredigt für Prinzessin Christiana von Schwarzburg-Sondershausen gehalten. Christiana war die Gemahlin des Landesherrn in Wadern, Graf Joseph Anton von Oettingen-Soetern, Herr auf Dagstuhl. Pater Pio hob damals die besonderen Verdienste von Prinzessin Christiana hervor. Er hatte sie posthum zu einer echten Landesmutter erhoben. Pio regte an, Christianas Name in "goldenen Lettern in Marmor" zu gravieren. Ihr Name solle nicht in Vergessenheit geraten. Die Lektüre dieser Leichenpredigt war für die Waderner Heimatkundler die Aufforderung, jetzt nach 200 Jahren Pater Pios Anregung in die Tat umzusetzen. In zahlreichen Spendenbriefen sei versucht worden, die nötigen Geldmittel zu beschaffen, berichtet Ebert. Das sei gelungen. Firmen und Privatleute hätten sich von dem Gedanken erwärmen lassen, sagt Ebert. Sogar der Rechtsnachfolger der ehemaligen Dagstuhler Herrschaft, der fünffache Urgroßneffe des Grafen Joseph Anton, Fürst Moritz von Oettingen-Wallerstein, habe einen bedeutenden Betrag für die Stein gewordene Erinnerung an seine fünffache Urgroßtante Prinzessin Christiana gegeben.Am 29. Mai soll die Einweihung des Christianenberg-Denkmals feierlich erfolgen, teilt der Verein für Heimatkunde mit. Mittelpunkt des Denkmals soll das bekannte Klosterkreuz bleiben. Es sei eigens aufwendig restauriert worden. Das Kreuz wird von zwei Stelen flankiert. Die linke Stele ist dem Erinnern an Prinzessin Christiana gewidmet, gekrönt mit einem Bronze-Portät. Auf dem Schaft der Säule befindet sich eine in Bronze gegossene Kurzfassung des Lebenslaufs der Prinzessin. Die rechte Stele trägt eine Bronzetafel mit der Geschichte des Klosterkreuzes. Am heutigen Dienstag, 16. März, trifft sich die Initiative "Christianenberger Familientreffen" um 19 Uhr zu weiteren Informationen im Waderner Feuerwehrgerätehaus.