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CDU-Stadtratsfraktion fordert Impfzentrum im Hochwald

Wadern : CDU-Ratsfraktion in Wadern fordert Impfzentrum im Hochwald

Wolfgang Maring, der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtrat von Wadern, fordert die Errichtung eines Impfzentrums auch im Hochwald und schlägt hierfür Wadern als Anlaufstelle vor. „Wie am 20. November in der Saarbrücker Zeitung zu lesen war, wird ‚bei Bedarf’ über eine Errichtung eines Impfzentrums auch im Nordsaarland nachgedacht.

Dies muss bereits jetzt initiiert werden, da der Bedarf mit Sicherheit vorhanden ist“, findet der CDU-Fraktionschef.

Maring spricht sich für eine dezentrale Organisation der Imfpzentren im Lande aus. Zudem sei die Stadt Wadern wegen der guten verkehrstechnischen Anbindung ideal zur Eröffnung eines Impfzentrums. Zentral im Nordsaarland gelegen, könnte es auch als willkommenes Signal seitens der Landesregierung wahrgenommen werden „den Wegfall des Krankenhauses zumindest durch das im gesamten Jahr 2021 erforderliche Impfzentrum zu kompensieren“, findet Maring.

Es sei auch weder ökologisch noch logistisch sinnvoll, quasi die Hälfte des Saarlandes in die drei angedachten Impfzentren zu schleusen. Wegen des zu erwartenden Andrangs käme es nach seinem Dafürhalten zu erheblichen Wartezeiten in Saarbrücken, Saarlouis und Neunkirchen. Noch dazu, weil nach aktuellem Plan die Impfung zweimal durchgeführt werden wird, sind auch zweifache Anfahrten nötig. Und „antizyklische Fahrten“ entgegen der normalen Pendlerbewegungen würden für eine deutliche Entlastung des gesamten saarländischen Verkehrs führen. „Denn was spräche dagegen, wenn auch Menschen zum Beispiel aus Lebach, Dudweiler, Eppelborn nach Wadern statt nach Saarbrücken fahren?“, heißt es in der Mitteilung der CDU-Ratsfraktion.

Maring präferiert eine Ansiedlung des Impfzentrums in Wadern. „Aber die Bürgermeister der Hochwaldgemeinden werden sich sicherlich auch landkreisübergreifend zusammensetzen und nach einem geeigneten Standort suchen“, ergänzt der Fraktionsvorsitzende. Leerstehende Gewerbehallen, geschlossene Turnhallen, möglicherweise auch ein Volksfestzelt aufgrund der wahrscheinlich noch lange nicht möglichen Volksfeste, seien ein erster Denkansatz. „Es wird jetzt auf die Kreativität jedes einzelnen Bürgermeisters ankommen, nicht nur Sonntagsreden zu halten und zum Beispiel über die Reaktivierung von Bahnlinien zu philosophieren. Jetzt gehören die Ärmel hochgekrempelt!“, fordert Maring.

Man dürfe als Bürger erwarten, dass bereits derartige Pläne vorgedacht worden seien und in entsprechend belastbarer Form dem Sozialministerium vorgelegt werden könnten. „Es ist nicht die Zeit, nach Gründen zu suchen, warum etwas nicht gehen könnte, sondern um Lösungen zu ringen, die die Ansiedlung eines Impfzentrums im Hochwald möglich machen!“, bekräftigt Maring.

Auch hinsichtlich der Vielzahl von im direkten Kontakt mit Kindern und Jugendlichen, Menschen mit Beeinträchtigung und älteren Mitbürgern arbeitenden Personen empfiehlt sich aus seiner Sicht quasi ein Impfzentrum im Hochwald. „Allein die Vorstellung, dass dieser große Kreis von Arbeitnehmern mindestens einen halben Tag nicht an den vielen Einsatzorten zur Verfügung stünde, macht die Organisation eines Impfzentrums in Wadern oder Umgebung unausweichlich“, betont Maring abschließend. Und: Der Hochwald dürfe nicht ein weiteres Mal abgehängt werden.