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CDU in Wadern beharrt auf Fordeurng nach Impfzentrum im Hochwald

Wadern : CDU Wadern will Impfzentrum für den Hochwald

„Ein Impfzentrum für den Hochwald ist dringend notwendig!“ Darin sind sich der Fraktionsvorsitzende im Waderner Stadtrat, Wolfgang Maring, und die Vorsitzende der Frauen Union, Dr. Kathrin Müller, einig.

Die Zeit des Mangels an Impfstoff sei bald vorbei, und es stehe genügend Impfstoff zur Verfügung, betonen Maring und Müller in einer gemeinsamen Erklärung.

„Dann werden die bestehenden Impfzentren in Saarbrücken, Neunkirchen, Saarlouis und Lebach rasch an ihre Grenzen stoßen und den Andrang nicht auffangen können“, sind sich die beiden CDU-Vertreter aus Wadern sicher. Bei maximaler Auslastung können dort zur Zeit laut Auskunft des Gesundheitsministeriums von Ende Februar nur 1300 Menschen am Tag geimpft werden. „Das ist viel zu wenig, wenn wir im Saarland die anstehende Nachfrage zeitnah bewältigen wollen. Der Impfstau mangels Impfstoff wird sich in einen Impfstau mangels Kapazität umkehren“, befürchtet Kathrin Müller.

 Kathrin Müller
Kathrin Müller Foto: Susann Kaspar

Die CDU Wadern fordert deshalb Planungen, wie man den zu erwartenden Ansturm bewältigen kann. Es biete sich dafür ein Impfzentrum in zentraler Lage zum Beispiel im leerstehenden Krankenhaus in Losheim oder in einer großen Halle an. „So kann dann die Hochwaldregion versorgt und das Saarlouiser Zentrum entlastet werden. Denn auch Merziger Bürgerinnen und Bürger müssten sich dort wohnortnah impfen lassen können“, heißt es in der Erklärung von Müller und Maring.

 Wolfgang Maring 
Wolfgang Maring  Foto: Erich Brücker

Die Einrichtung eines Hochwald-Impfzentrums ist nicht nur eine Frage der Kapazität, es ist auch eine Frage der Mobilität, betont CDU-Fraktionschef Wolfgang Maring. Viele Leute ohne Auto haben nach seiner Auffassung Probleme, überhaupt in die bestehenden Impfzentren zu kommen. „Von Lockweiler nach Lebach zum Beispiel mit dem ÖPNV dauert die Fahrt eindreiviertel Stunden und kostet 7,50 Euro, von Lockweiler nach Saarlouis muss man viermal umsteigen plus Fußweg. Die einfache Fahrt dauert zweieinhalb Stunden und kostet zehn Euro. Auch auf die Familie zu setzen gelingt nur bedingt, denn die meisten sind berufstätig und nicht zu jedem Termin verfügbar“, argumentiert Kathrin Müller.

Die beiden CDU-Politiker fordern hier eine politische Initiative der Hochwald-Bürgermeister in dieser Frage ein: „Ein Zusammenschluss mit dem Ziel eines Impfzentrums in der Region ist dringend notwendig!“, sagen Müller und Maring. Die Forderung der CDU Wadern wird nach ihrer Darstellung auch unterstützt von der Ärzteschaft, wie eine Umfrage ergeben hat. „Die übergroße Mehrheit der befragten niedergelassenen Ärzte würde auch zusätzlich in der eigenen Praxis impfen“, heißt es in der Erklärung der CDU.

Dies bestätigt auch Dr. Bruno Zimmermann aus Wadrill, der aber vereinfachte Regeln einfordert. „Die überbürokratische Vorgehensweise bis ins kleinste Detail in den Impfzentren kann eine Arztpraxis auf keinen Fall leisten.“

Müller betont: „Das Impfen selbst darf nicht das Problem werden, die komplizierte Überregulierung muss einem einfacheren und trotzdem sicheren Verfahren Platz machen“.

Neben der sofortigen Einrichtung eines zusätzlichen Impfzentrums müssten die Hausarztpraxen in die Coronaimpfungen zügig und freiwillig einbezogen werden, so wie es bei anderen Impfungen auch der Fall sei.