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Blick in die Chronik: Burg Dagstuhl wurde 1290 erbaut

Im Überblick : Die Chronik von Schloss Dagstuhl

Die Geschichte von von Burg und Schloss Dagstuhl reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück – ein Überblick:

1290: Errichtung der Burg Dagstuhl. Erster Burgherr war Boemund von Saarbrücken.

1330: Die männliche Linie des Burgherrn erlischt. Dagstuhl wird Ganerbenburg und von vier Adelsfamilien verwaltet.

1616: Philipp Christoph von Sötern, Bischof von Speyer und späterer Erzbischof und Kurfürst von Trier, erwirbt alle Anteile des Dagstuhler Besitzes.

1635: Philipp Franz von Sötern übernimmt das Fideikommiss (Einrichtung des Erb- und Sachenrechts).

1751: Josef Anton von Öttingen-Sötern tritt das Dagstuhler Erbe an. Damit beginnt die Geschichte des Schlosses Dagstuhl, das an die Stelle der 1717 abgetragenen Burg tritt.

1779: Die Herrschaft über Schloss Dagstuhl geht in die Hände von Hermann Friedrich Otto von Hohenzollern-Hechingen über.

1792: Gräfin Antonia flieht vor den anrückenden französischen Revolutionstruppen von Schloss Dagstuhl, das in französischen Besitz übergeht.

1806: Wilhelm Albert de Lasalle siedelt mit seiner Familie von Louisenthal nach Schloss Dagstuhl über.

1839 – 80: Octavie de Lasalle malt 40 Jahre lang die Kapelle von Schloss Dagstuhl aus.

1845: Rudolf Johann Peter Bolton de Lasalle erbt das Schloss und wird Landrat des Kreises Merzig.

1959: Theodor de Lasalle stirbt als letzter Erbe des Schlosses ohne Nachkommen. Damit geht das Schloss in den Besitz der Franziskus-Schwestern über.

1981: Die Nonnen des Waldbreitbacher Franziskanerordens übernehmen das Altersheim.

1989: Die Regierung des Saarlandes erwirbt das gesamte Anwesen und richtet im Schloss Dagstuhl zusammen mit der Regierung von Rheinland-Pfalz das internationale Begegnungs- und Forschungszentrum für Informatik ein.

1990: Das Forschungszentrum der Leibniz-Gemeinschaft nimmt mit einem ersten Semester seine Arbeit auf.