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Wadern
Neue Strategie des Fördervereins Museum Wadern

Bernd Schröder.
Bernd Schröder. FOTO: Bernd Schröder
Wadern. Die digitale Welt und die Vernetzung zwischen Einrichtungen und Vereinen werden immer wichtiger.

Engagement für die Vergangenheit und zugleich ein offener Blick in die Zukunft müssen sich nicht ausschließen. Den Beweis trat der Förderverein des Waderner Museums in den vergangenen Monaten an. Nachdem der Verein die Anschaffung mehrerer Tablets für das Stadtmuseum finanziert hatte, können junge Besucher die Dauerausstellung nun auch mittels einer digitalen Museumsrallye erleben. Auch in der letzten Sonderausstellung „Ziemlich beste Freunde. 50 Jahre Städtepartnerschaft Wadern – Montmorillon“ konnten sich Interessierte zusätzliche Bilder, Informationen sowie eine französische Version der Ausstellungstexte kostenlos auf ausleihbaren Tablets per App ansehen. „Diese neuen medialen Vermittlungsangebote wurden gut angenommen und sollen künftig auch erweitert werden“, hat Museumsleiterin Christina Pluschke den Vorstand wissen lassen und dankte nochmals für Anschaffung.


Der Förderverein unter seinem rührigen Vorsitzenden Bernd Schröder plant auch einen engeren Schulterschluss mit anderen kulturtreibenden Vereinen des Stadtgebiets. „Das Kulturleben in der Stadt Wadern lebt vom Engagement vieler unterschiedlicher Vereine und Privatpersonen in den verschiedenen Stadtteilen“, sagte der Vorsitzende. Vor allem mit den Vereinen, die sich mit geschichtlichen Themen befassen, soll enger zusammengearbeitet werden. Als Beispiele nannte er den Verein für Heimatkunde Wadern, Kultur am Tor Nunkirchen oder die Geschichtswerkstatt Errwald Wadrill. Die Vereinsvorsitzenden sollen sich gegenseitig über geplante Veranstaltungen – wie Vorträge, Führungen, Ausflüge oder Ausstellungen informieren. Jeder Vorsitzende soll diese Mitteilungen an die Mitglieder seines Vereins weitergeben. „Das ist wirkungsvoller ist als zum Beispiel eine Veröffentlichungen im Amtsblatt“, findet Schröder. Die Stadtverwaltung soll mit den von ihr organisierten Führungen zu den keltischen Grabhügel, zur Schlosskapelle Dagstuhl oder ähnlichen Veranstaltungen ebenfalls beteiligt werden. Erste Gespräche haben laut Schröder gezeigt, dass ein allgemeines Interesse an einem engeren Kontakt untereinander und dem gegenseitigen Bewerben von Veranstaltungen über die Vereinskanäle gibt. Außerdem habe man das große Glück, dass neben den Ehrenamtlichen auch Bürgermeister Jochen Kuttler sowie der Stadtrat die Wichtigkeit einer guten Kultur- und Geschichtsarbeit in Wadern vertreten – für die Menschen in der Stadt und Touristen. „Daher begrüßen wir es als Förderverein besonders, dass die Wochenstundenzahl unserer Museumsleiterin von 20 auf 30 Stunden erhöht wurde, obwohl dem Sparzwang dieser Tage allzu oft kulturelle Einrichtungen zum Opfer fallen“, sagt Schröder. „Die Stadt Wadern ist mit ihrer zukunftsorientierten Kultur-Tourismusstrategie ein positives Beispiel.“

(eb)