HWG-Schüler nahmen an Abschlussrunde von dreijährigem Austausch teil Begegnungen jenseits der Projektarbeit

Wadern · Waderner HWG-Schüler nahmen auf Sizilien an der Abschlussrunde des Erasmus-Austauschprogramms teil.

 Zwei Lehrer und fünf Schüler nahmen für das HWG am Abschlusstreffen teil.

Zwei Lehrer und fünf Schüler nahmen für das HWG am Abschlusstreffen teil.

Foto: HWG

(tth) Drei Jahre lang widmeten sich Schüler aus Polen, Bulgarien, Slowenien, Italien und Deutschland im Rahmen des Erasmus-Austauschs einem Umweltprojekt auf Sizilien. Vor kurzem kamen sie zu einem Abschlusstreffen auf der größten Insel im Mittelmeer zusammen. Auch das Hochwald-Gymnasium (HWG) war mit dabei. Die Waderner Schule hatte zwei Lehrer und fünf Schüler zur Abschlussrunde des Projektes entsandt.

Als Erstes stand ein Besuch in Catania, der zweitgrößten Stadt der autonomen Region Sizilien, auf dem Plan. Anschließend stellte die gastgebende Schule ein italienisches Kuchenbüffet bereit, das so manchem das Wasser im Munde zusammenlaufen ließ. Dazu begrüßten die Schüler in der Grundschule die Austauschschüler in einem gewaltigen Fahnenmeer und präsentierten englische und italienische Lieder. Anschließend gab es ein Treffen mit allen Familien und wieder einem typisch italienischen Büffet mit sizilianischen Spezialitäten wie Arancini oder Cannoli.

Zu den Höhepunkten des Ausflugs zählten Besuche in Siracusa und Caltagirone. Das antike Syrakus gehörte zu den größten und reichsten Metropolen des Mittelmeeres. Seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. erlebte es eine wechselvolle Geschichte, die griechische, römische und arabische Spuren hinterlassen hat. Das antike Theater mit einer Kapazität von 15 000 Zuschauern und einem Durchmesser von fast 140 Metern war das größte Theater der Antike und setzte lange Zeit Maßstäbe der Bühnenkunst. Die internationale Erasmus-Gruppe erhielt in Siracusa nicht nur Einblicke in eine glanzvolle Vergangenheit. Ein projektbezogener Besuch führte die mehrsprachige Equipe so etwa zu der Süßwasserquelle Fonte Aretusa, wo Papyrusstauden wachsen. Über ihre Ursprünge in Ägypten und ihre heutige Verwendung über Siracusa hinaus informierte ein Mitarbeiter des Naturschutzparks.

In der Nähe von Caltagirone bestaunte die 30-köpfige Schar aus fünf Ländern die monumentale Villa Romana del Casale aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. sowie die Ruinen der antiken Siedlung Morgantina. Bei der Rückkehr in der Schule empfing das Schulorchester die Delegation und erfreute sie mit typischen sizilianischen Liedern und modernen Stücken. Abends feierten die polnischen, bulgarischen, slowenischen, italienischen und deutschen Schüler eine Party in der Aula. Den Abschluss der Projektreise bildete ein Markt in der Schule, bei dem selbstgebastelte Holzprodukte zum Kauf angeboten wurden.

Den Schülern aus Wadern fiel der Abschied von Catania sehr schwer, wie man sich vorstellen kann, denn das europäische Austauschprogramm „Erasmus“ gipfelte auf Sizilien in gelungenen Begegnungen, jenseits der reinen Projektarbeit, wie das HWG berichtet. Die italienische Kollegin der Gastschule regte daher eine langfristige Zusammenarbeit mit dem HWG nach der offiziellen Abschlussphase des multilateralen Vorhabens an.

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