Backen für Kinder in Bolivien

1000 Euro für bedürftige Kinder haben vor kurzem Schüler der Graf-Anton-Schule Wadern gespendet. Verdient haben sich die Jugendlichen das Geld mit dem Backen und Verkauf von Waffeln auf dem Waderner Marktplatz.

Der Erlös der Backaktion auf dem Waderner Marktplatz geht laut Aussage der Graf-Anton-Schule zur Hälfte an den seit 2011 bestehenden Verein "Bildung für Bolivien". Mit dem Geld unterstützen die Schüler das Projekt "Rabeas Traum - Gerechte Schulbildung für Kinder und Jugendliche in Sucre/Bolivien". Die andere Hälfte kommt der Elterninitiative krebskranker Kinder zugute.

Wie in den Jahren zuvor backten die Schüler der Klasse 10b auch in diesem Jahr wieder Waffeln für Kinder und Jugendliche . Doch in diesem Jahr herrschte am schön dekorierten Waffelstand eine besondere Atmosphäre. Für die hilfsbereiten Schüler war es die letzte vorweihnachtliche Hilfsaktion an der Graf-Anton-Schule. Im Sommer werden sie die Schule mit dem Mittleren Bildungsabschluss verlassen. Das war für sie Anlass genug, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen und sich an ihren wertvollen Einsatz in den vergangenen Jahren zu erinnern.

Bereits in Klassenstufe 5, im Dezember 2011, hatten die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern Geld für das Projekt "Rabeas Traum" gesammelt. In den folgenden Schuljahren organisierten die Schüler mit Unterstützung ihrer Klassenlehrerin Ruth Schmidt und Pastoralreferent Karl-Josef Schmitt weitere Hilfsaktionen. Im Dezember 2013 backten sie zum ersten Mal Waffeln für den Verein "Bildung für Bolivien" auf dem Waderner Marktplatz. Seit 2014 unterstützen sie auf eigenen Wunsch auch die Elterninitiative krebskranker Kinder. "Die Schüler entschieden für sich, dort zu helfen, wo ihre Hilfe benötigt wird", sagt Klassenlehrerin Schmidt. "Ihnen war stets bewusst, dass eine solche Aktion mit viel Mühe und Arbeit verbunden ist. Und trotzdem hätten sie ihr Projekt niemals aufgegeben", ist sich die Lehrerin sicher. Besonders stolz seien die Schüler über die Anwesenheit des Waderner Bürgermeisters Jochen Kuttler gewesen, der sie seit seinem Amtsantritt an ihrem Waffelstand besuchte und sie durch aufbauende Unterhaltungen bestärkte.

"Das Lob und die Anerkennung, die den jungen Leuten entgegengebracht wurden, bestärken sie, sich auch weiterhin für Menschen einzusetzen", betonte Pastoralreferent Schmitt.