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Lehrbienenstand
Auf dem Sportplatz fliegen Bienen

Umweltminister Reinhold Jost (Bildmitte) übergab zusammen mit Mitgliedern des Imkervereins Wadern den Lehrbienenstand am ehemaligen Rasenplatz in Buweiler seiner Bestimmung.
Umweltminister Reinhold Jost (Bildmitte) übergab zusammen mit Mitgliedern des Imkervereins Wadern den Lehrbienenstand am ehemaligen Rasenplatz in Buweiler seiner Bestimmung. FOTO: Erich Brücker / Erich Brücker
Löstertal. Auf dem früheren Rasenplatz des Sportvereins Löstertal wurde ein Lehrbienenstand eröffnet.

Wo sich früher Fußballer tummelten, summen jetzt die Bienenvölker – auf dem ehemaligen Rasenplatz des Sportvereins Löstertal, der inzwischen der Vergangenheit angehört. Mit dem Imkerverein Wadern, der mit 58 Mitgliedern etwa 400 Bienenvölker unterhält, hat sich ein neuer Pächter für das ehemalige Clubheim gefunden, der dieser Tage seinen dort neu errichteten Lehrbienenstand der Bevölkerung der Hochwalddörfer vorstellte. Hierzu begrüßte Vereinsvorsitzender Joachim Bayer Umweltminister Reinhold Jost, den Vorsitzenden des Saarländischen Imkerverbandes, Dr. Christian Pfeil, sowie den Kreisvorsitzenden Franz Kasper, ebenso den Stadtbeigeordneten Manfred Paulus und Ortsvorsteher Wolfgang Maring.



Stadtbeigeordneter Paulus zeigte sich im Namen der Stadt Wadern erfreut darüber, dass der Imkerverein das leerstehende ehemalige Sportlerheim mit Nebenanlage nutzt und wünschte dem 65 Jahre alten Verein für die weitere Zukunft eine fruchtbare Bleibe. Alljährlich sollen nach Aussage des Vorsitzenden Bayer hier Imkerkurse stattfinden. Gleichzeitig wolle man über das Wirken der Bienen die Mitbürger aufklären.

„Die Nachwuchssorgen der Imker haben in der letzten Zeit abgenommen, denn die Zahl der Völker im Saarland ist erfreulicherweise angestiegen“, sagte der Minister. „Doch Rasten heißt rosten. Daher bin ich froh über jeden Bienenlehrstand, der neu entsteht und Möglichkeiten zur Jungimkerausbildung im Saarland ausweitet.“ Honig gibt es zwar überall zu kaufen, aber die Bestäubungsleistung der Biene kann nicht einfach gekauft werden. Die werde nur dort erbracht, wo Bienen beständig im Einsatz sind. Deshalb sei für jeden Gärtner und Landwirt ein dichtes Netz von Bienenhaltern wichtig. Übrigens auch für den Hobbygärtner im eigenen Garten.

„Wer sich für die Imkerei entscheidet, ist meist nicht unbedingt nur an einer hohen Honigernte interessiert, sondern leistet auch einen Beitrag für die Umwelt und die Natur“, betonte Jost. Zusätzlich lerne der Jungimker: „Wann blüht welche Pflanze? Welche Blüten sind für Insekten interessant, wie wirkt die Umwelt auf die Insektenwelt? Dazu erfahre er vieles mehr.

Es ergeben sich laut Jost Antworten auf Fragen, die sich ohne den Einblick in die Insektenwelt nicht gestellt hätten. „Das erweitert den Horizont und fördert das Allgemeinwissen“, sagte der Politiker und übergab 250 Euro für die Arbeit mit den Bienen. Der Landesvorsitzende Dr. Pfeil zeigte sich begeistert. Die Nutzung dieser brachliegenden Fläche hätte er sich nicht besser vorstellen können. Zudem seien ordentliche Schulungsräume vorhanden.

Dies unterstrich auch Kasper, der Kreisvorsitzende, der zur tollen Anlage gratulierte. Sie trage wohl zu einer kameradschaftlichen und gedeihlichen Vereinsarbeit im Sinne der Imker bei.

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