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Alte Lore soll im neuen Glanz erstrahlen

Alte Lore soll im neuen Glanz erstrahlen

Bei der jüngsten Mitgliederversammlung des Berg- und Hüttenarbeitervereins „St. Barbara“ Büschfeld standen auch Vorstandswahlen an. Mit Erich Schober wurde ein Nachfolger für den scheidenden Vorsitzenden Dietmar Lauer gefunden.

Karl Strohm ist neuer Vorsitzender des Berg- und Hüttenarbeitervereins "St. Barbara" Büschfeld . Dies ist das Ergebnis der Mitgliederversammlung des Vereins, die vor kurzem stattfand. Der scheidende Vorsitzende Dietmar Lauer hatte dort über die Aktivitäten der vergangenen drei Jahre berichtet. Dazu zählten eine Fahrt zum Besucherbergwerk in Reden und eine Schiffsfahrt zusammen mit dem Gesangverein Lyra Büschfeld von Mettlach nach Straßburg, die von Vorstandsmitglied Albert Lang organisiert wurde. Jährlich findet die Feier des Barbaratages statt und auch der Kirmesmontag, wo die Mitglieder zu einem Frühstück eingeladen werden. Der Verein gratuliert seinen Mitgliedern zu runden Geburtstagen und goldene Hochzeiten und nimmt an Einladungen zu Jubiläen anderer Bergmannsvereine teil. Unter der Versammlungsleitung vom Ehrenvorsitzenden Helmut Krämer wurde Karl Strohm anschließend zum neuen Vorsitzenden der Berg- und Hüttenarbeiter in Büschfeld gewählt. Als Stellvertreter wurden Franz Rodenbusch, als Kassierer Erich Schober und Albert Lang als Schriftführer wieder gewählt. Als Beisitzer fungieren Rudi Gross, Dietmar Lauer und Dieter Schmitt, Kassenprüfer sind Roger Kiefer und Egon Will.

Vorstandsmitglied Albert Lang konnte vor ein paar Jahren eine Lore vom Bergwerk West Ensdorf erwerben. Mit seinen Vorstandskollegen Franz Rodenbusch und Rudi Gross arbeitet er derzeit an dieser Lore und hofft, diese noch im ersten Halbjahr in der Nähe des Alten Bahnhofs aufzustellen. Abschließend erklärten sich die Mitglieder des Berg- und Hüttenarbeitervereins solidarisch mit den Stahlarbeitern. "Das Saarland wurde über Jahrhunderte geprägt durch Kohleabbau und Verhüttung von Erz zu Eisen.

Nach Schließung der letzten Kohlengrube in Ensdorf vor einigen Jahren steht nun das zweite Standbein der Schwerindustrie des Landes, die Stahlindustrie, unter großem Druck. Die Stahlarbeiter sehen die gesamte Industrie in Gefahr. Gegen die Dumpingkonkurrenz, den Billigimporten, hauptsächlich aus China, fordert man schnellere Maßnahmen der EU", heißt es von dem Verein. Der Vorstand bittet ihre Mitglieder und die Bevölkerung, sich mit den betroffenen Hüttenleuten zu solidarisieren und an dem für den 11. April geplanten Stahlaktionstag in Völklingen teilzunehmen.