65 Jahre ohne großen Ehekrach

Die Eheleute Werner Waschbüsch und Brigitta Waschbüsch, geb. Görgen, feiern heute in Steinberg, Eichenlaubstraße 60, bei guter Gesundheit und geistiger Frische das äußerst seltene Fest der Eisernen Hochzeit, sie sind also stattliche 65 Jahre ein Ehepaar.

"Angefangen hatte unsere gemeinsame Zeit nach dem Krieg auf einem Tanzabend beim Gasthaus Biehl", erzählte die 87-jährige Ehefrau. Er war Akkordeonspieler in einer Drei-Mann-Band, die zum Tanz aufspielte. Sie hatte schon länger ein Auge auf ihn geworfen, war er doch der Schwager vom Bruder. Sie war deshalb schon etwas verzückt, dass er sie zum Tanz aufforderte. "Das Mädchen, was ich heute Abend heimbringe, heiratete ich", hatte der heute 93-Jährige seiner Brigitta damals gestanden. So kam es auch. Nach knapp zwei Jahren "Freien", wie es damals hieß, wurde am 21. April 1951 in der Pfarrkirche St. Liborius im Geburtsort des Paares geheiratet. "Wir haben uns einfach immer nur gerne gehabt, keiner nach einem anderen Mann oder Frau geschaut. Nie hatten wir einen so richtigen Ehekrach gehabt bis auf die üblichen Bagatellen", nennen beide das Rezept für ihre bis heute andauernde glückliche Ehe. Er verdiente als gelernter Maurer beim Abwasserverband als Techniker bis zur Pensionierung 1982 das Geld für den gemeinsamen Haushalt, sie brachte zwei Töchter zur Welt, versorgte den Haushalt, und gemeinsam wurde ein Garten bewirtschaftet. Hierzu gehörten Hühner und Kaninchen. Als Mitglied im Obst- und Gartenbauverein war Werner Waschbüsch sehr naturverbunden. Außerdem widmete er sich in seiner Freizeit dem Malen und Porträtieren. Zudem war er viele Jahre Mitglied im Kirchenvorstand und Pfarrverwaltungsrat. Unter den geschickten Händen von Ehefrau Brigitta entstanden viele exzellente Handarbeiten. Mit Häkel-, Strick- und Schneiderarbeiten unterstützte sie viele Basare und Märkte der Frauengemeinschaft für wohltätige Zwecke. Wo eine Frau bei Veranstaltungen gebraucht wurde, war sie auch ehrenamtlich tätig. Mit den beiden Töchtern Anneliese und Dorothea und den Schwiegersöhnen Günther und Richard gratulieren vier Enkel und sechs Urenkel zum Jubiläum. Ortsvorsteher Christoph Trampert überbringt dem ältesten Ehepaar im Ort, zudem ist Werner Waschbüsch ältester Mitbürger, die Glückwünsche der Dorfbevölkerung. Das Gemeinschaftsorchester Steinberg-Weiskirchen gratuliert mit einem Ständchen.