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THW baute Brücke über den Wäschbach bei Kostenbach

Brücke in Kostenbach : Brücke führt zur Kirche in Buweiler

Die alte Holzbrücke über den Wäschbach war in die Jahre gekommen. Mitglieder des THW haben sie jetzt ersetzt.

Jetzt gibt es wieder eine direkte Verbindung für Fußgänger von Kostenbach über den Wäschbach zur Kirche und zum Friedhof von Buweiler. Eine neue Brücke macht dies möglich. Erbaut wurde sie von Mitgliedern der neu aufgestellten Fachgruppe „FGr R Typ C“ des Technischen Hilfswerks (THW) Wadern unter der Leitung von Hans-Georg Seimetz. Für die Arbeiten setzte das Team den neuen Teleskoplader ein – für die Einsatzkräfte gleichzeitig Teil der Ausbildung an dem schweren Gerät.

1996 war die Holzbrücke erbaut worden. Nach über 20 Jahren wurde sie aber marode und war nicht mehr unfallfrei zu begehen. Die Folge: Viele Anwohner mussten einen größeren Umweg in Kauf nehmen. Die Leute des Technischen Hilfswerks nahmen sich dieser Sache an, zumal auch die frühere Brücke schon mit freiwilligen Helfern errichtet worden war. Sie wurde zunächst abgebaut und entsorgt, ihre Fundamente freigelegt und für die neue Brücke vorbereitet. Die neue sechs Meter lange Holzbrücke mit einer Breite von 120 Zentimeter und mit einem Gewicht von 1,5 Tonnen wurde an zwei Tagen im Rahmen der Holzbearbeitungsausbildung der freiwilligen Helfer im THW-Zentrum Wadern zusammengebaut.

Nach dem Transport auf einem Lkw bis oberhalb des Friedhofs kam der neue Teleskoplader erstmals zum Einsatz. Die Brücke wurde angehängt und damit rund 200 Meter zum Aufstellungsort transportiert, auf die Fundamente aufgelegt und mit diesen verankert. Abschließend wurde das vorbereitete Geländer montiert. „Nach vier Stunden hatten wir die Brücke an Ort und Stelle ordnungsgemäß festgemacht und an Ortsvorsteher Wolfgang Maring übergeben“, sagte THW-Projektleiter Seimetz zufrieden.

Mit diesem Projekt hatte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können: So hätten die Helfer des THW viel für ihre Ausbildung mit dem neuen Teleskoplader sowie in der Bearbeitung von Holz gelernt und diese Arbeiten seien für das Gemeinwohl des Löstertales und seine Bürger eine wertvolle Bereicherung. „Da diese Arbeiten im Rahmen der Ausbildung erfolgten, entstanden diesbezüglich keine Kosten für die Stadt, die lediglich die Materialkosten zu übernehmen hatte“, sagte Seimetz.

Ortsvorsteher Maring bedankte sich für diese großzügige Geste des THW und für die ehrenamtliche Arbeit. „Es ist schön, dass man gemeinsam solche Projekte entwickeln und abwickeln kann. Diese sind kameradschaftlich stärkend und zugleich auch sinnvoll und nützlich für die Bevölkerung“, betonte er und zeigte sich mit Weck und Würstchen sowie Getränken ordentlich spendabel.