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Unsere Woche
Tacheles mit dem Dienstleister reden

FOTO: Robby Lorenz / SZ
Man stelle sich vor: Daheim sind Handwerker am Start, aber die kommen ihren Verpflichtungen nicht nach. Vertrödeln die Zeit, erscheinen gar nicht auf der Baustelle oder zumindest nicht zur vereinbarten Zeit. Da gäbe es im privaten Bereich  eine ernsthafte Ermahung. Wenn es dann immer noch nicht klappt, wäre die Firma den Auftrag los und ein anderer, zuverlässigerer Betrieb würde übernehmen.

Was die Kommunen - nicht nur Merzig ist betroffen - sich vom Dienstleister gefallen lassen, der neu ins Geschäft mit der Abfuhr der Gelben Säcke eingestiegen ist, lässt Haare zu Berge stehen. Nun hat die Stadt Merzig mal angerufen beim Unternehmen, das wir alle mit unseren Gebühren bezahlen, und hat darauf gedrängt, das künftig die Gelben Säcke zuverlässiger abgefahren werden. Die Berge an den Straßenrändern sind nämlich zu mehr als einem Ärgernis  geworden.



Die betroffenen Kommunen sollten mit dem Dienstleister Tacheles reden. Gla­cee­hand­schuhe nutzen da nichts. Der Dienstleister hat zu liefern (in dem konkreten Fall abzufahren), und zwar zuverlässig und wie vereinbart. Tut er dies nicht, ist er womöglich überfordert, hat sich überschätzt, wird nicht Herr der Lage. Es ist aber davon auszugehen, dass er pünktlich seine Rechnung stellt. Ob die Kommunen diese dann auch zunächst mal liegen lassen?