Serie: Als das Geld fast nichts mehr wert war Vor 100 Jahren kam es zu einer Hyperinflation

Die Gegenwart und die frühen 20er Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben in währungs- und finanzpolitischer Hinsicht einiges gemeinsam. Denn damals wie heute kam es zu einer Entwertung des Geldes. In unserer Serie blicken wir auf die Hyperinflation der 1920er Jahre und gehen der Frage nach: Wiederholt sich die Geschichte?

 Die Inflationsrate im Euro-Raum ist in den vergangenen Monaten angestiegen.

Die Inflationsrate im Euro-Raum ist in den vergangenen Monaten angestiegen.

Foto: dpa/Hendrik Schmidt

Im Jahr 1923, vor mittlerweile 100 Jahren, kam es in Deutschland zu einer unglaublichen Geldentwertung. In einer Situation, wie sie damals gegeben war, spricht man in der Fiskal- und Geldpolitik von einer Hyper- oder galoppierenden Inflation. Gerade in den letzten Wochen und Monaten ist die Inflationsrate auch hier im Euro-Raum wieder deutlich angestiegen. Dies zum einen infolge der Corona-Pandemie und der in diesem Zusammenhang von den Regierungen der Staaten der Euro-Zone und der Europäischen Zentralbank (EZB) ergriffenen Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie in finanzpolitischer Hinsicht. Doch geben nun vor allem die Kriegshandlungen infolge des Angriffs russischer Truppen in der Ukraine durchaus Anlass zur Sorge, dass nicht zuletzt dies die Inflation weltweit ganz immens befeuern und sich zu einer ernsten Bedrohung für das globale wirtschaftliche Geschehen entwickeln könnte.