| 20:29 Uhr

SZ-Umfrage-Center
Sechs von zehn engagieren sich im Ehrenamt

Merzig-Wadern. Engagement für die Gesellschaft ist für 60 Prozent der Befragten wichtig. Das hat eine Umfrage der Saarbrücker Zeitung ergeben.

(pum) Zum Tag des Ehrenamts hat die Saarbrücker Zeitung in ihrem Umfrage-Center einige Daten erhoben. Das zeitigt wie üblich kein repräsentatives Ergebnis, aber interessante Zahlen allemal. Oder wie sonst ist es zu verstehen, wenn 69 von 117 Teilnehmerinnen und Teilnehmern angeben, selbst ehrenamtlich tätig zu sein? Das sind ziemlich genau 60 Prozent, eine beachtliche Zahl von Menschen, die etwas tun.


Was tun sie damit eigentlich? Wir wollten wissen, was so unter Ehrenamt verstanden wird, wobei Mehrfachnennungen möglich waren. „Tätigkeit für die Allgemeinheit in der Freizeit“, nennen 97 zutreffend (die meisten), aber mit „Einsatz für Soziales, Sport, Kultur oder Ähnliches“ (94) und „Übernahme von Funktionen in Vereinen und vergleichbaren Einrichtungen“ (91) können sich jeweils auch etwa  80 Prozent anfreunden.

Die Zahl der Teilnehmer, die das Ehrenamt unwichtig oder nicht so wichtig finden? 0 Prozent, niemand macht hier sein Kreuzchen. Als wichtig bewerten es dagegen ein gutes Viertel der Leute (32/27 %) und als sehr wichtig fast drei Viertel (85/73 %). Leicht unterschiedlich ist die Wertschätzung der Bereiche. Größte Bedeutung wird (in dieser Reihenfolge absteigend) Feuerwehr, Rettungsdiensten  und dem Sozialen zugeordnet. Passabel schneiden Sport und Kultur ab, während die Politik auch hier einen schweren Stand hat.

Aber wie sieht es mit dem selbst etwas Machen aus? „Sind Sie ehrenamtlich tätig?“, wollten wir wissen und erhielten 69 (59 %) Ja- zu 46 (41 %) Nein-Stimmen. 40 Prozent der Aktiven sind im Vorstand, 30 bezeichnen sich als Helfer, zwölf als Vorsitzende sowie acht  Prozent als Dirigent, Trainer und Ähnliches. Auf „Sonstige“ entfallen zwölf Prozent. Da werden Doppelfunktionen auch in mehreren Vereinen, Grüne Dame und Homepage-Arbeit für den Ort oder auch „Hintergrundarbeit“ genannt. „Bis zu drei Stunden pro Woche“ geben 30 Prozent und damit die meisten als Einsatzzeit an. 26 Prozent sind „mehr als sechs Stunden pro Woche“  tätig. Jeweils 22 Prozent kreuzen „drei bis sechs Stunden pro Woche“ oder „seltener als durchschnittlich eine Stunde pro Woche“ an.

Bei der Frage, ob die Anerkennung für das Engagement passt, geht die Tendenz zur Mitte. „Ja,wirklich angemessen“ sagen zwölf Leute (10 %), „nein, überhaupt nicht angemessen“ sieben (6 %). 52 Prozent finden die Anerkennung so la la mit „einigermaßen angemessen“ (61 Teilnehmer), und „eher nicht ganz angemessen“ sagen 32 Prozent (37 Teilnehmer). Die vielen, die sich bei uns im Kreis engagieren,  tun es also doch mehr aus Idealismus als für die Anerkennung.



Wer beim SZ-Umfrage-Center mitmachen möchte, muss sich nur einmalig registrieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden mit Punkten belohnt, die in Einkaufsgutscheine umgewandelt werden können.

Die Feuerwehren rangieren ganz oben in der Sympathie der SZ-Leser. Kein Wunder, auf die Einsatzkräfte ist Verlass, egal, ob bei Unfällen, Bränden oder bei Unwettern.
Die Feuerwehren rangieren ganz oben in der Sympathie der SZ-Leser. Kein Wunder, auf die Einsatzkräfte ist Verlass, egal, ob bei Unfällen, Bränden oder bei Unwettern. FOTO: rup
(pum)