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Tourismuskonzept überarbeiten
Sozialdemokraten fordern neue Wege  zur Tourismus-Vermarktung

Die Saarschleife, das Wahrzeichen des Saarlandes, wurde durch den Baumwipfelpfad  um eine Attraktion reicher: 
Die Saarschleife, das Wahrzeichen des Saarlandes, wurde durch den Baumwipfelpfad  um eine Attraktion reicher:  FOTO: BeckerBredel / bub/fb
Merzig-Wadern. Eine bessere kreisinterne Kooperation zwischen den Kommunen und eine Bündelung der Aufgaben an zentraler Stelle mahnt die SPD an.

Um den Tourismus im Landkreis Merzig-Wadern zu stärken, ist nach Überzeugung des SPD-Kreisverbandes eine bessere kreisinterne Kooperation zwischen den Kommunen, eine Bündelung der Aufgaben an einer zentralen Stelle sowie eine intensivere Vermarktung der Region auch mit den Nachbarlandkreisen unabdingbar. Das sind drei zentrale Punkte in dem Positionspapier zur Professionalisierung des Tourismus im Landkreis, das der „Arbeitskreis Tourismus“ im Kreisverband der Sozialdemokraten erarbeitet hat.


Die Kreis-SPD verweist in diesem Thesenpapier darauf, dass der Landkreis Merzig-Wadern im vergangenen Jahr etwa 590 000 Übernachtungen verbuchen konnte und damit landesweit auf Rang drei liege. „Doch wir dürfen uns nicht auf diesen Erfolgen ausruhen“, findet die SPD. Denn noch im Jahr 2012 hatte der Kreis sogar die höchste Übernachtungszahl aller Landkreise des Saarlandes. „Das zeigt, dass auch der Tourismus im Landkreis Merzig-Wadern eine aktualisierte Strategie und ein umfassendes Konzept braucht“, heißt es in einer Mitteilung der SPD. Eine Überarbeitung des 2011 erstellten Tourismuskonzeptes für den Kreis sei dringend angeraten. Das neue Konzept soll auf den bereits vorhandenen Strukturen aufbauen und sie erweitern. Vorbild für den Aufbau des Konzepts kann das Tourismuskonzept für den Landkreis Calw im nördlichen Schwarzwald sein.

Denn nach Überzeugung der SPD würden die touristischen Stärken unseres Kreises noch nicht optimal vermarktet. „Wir sind der touristische Hot-Spot des Saarlandes. Dementsprechend professionell sollten wir aufgestellt sein und uns nach außen vermarkten. Dies funktioniert aber nur, wenn alle Gemeinden des Kreises zusammenarbeiten und durch eine Gesellschaft einheitlich vertreten werden“, erklärt der Mettlacher Bürgermeister Daniel Kiefer, Mitglied im Arbeitskreis Tourismus des SPD-Kreisverbandes. Es gelte, dabei Doppelstrukturen abzubauen und genau festzulegen, welche Aufgaben auf welcher Ebene erledigt werden. Im Positionspapier heißt es wörtlich: „Es gibt wenig gemeindeübergreifende Konzepte sowie damit einhergehend keine Kommunikationsinfrastruktur. Daher ist die Vernetzung mit den Angeboten der kommunalen Tourismusämter und -gesellschaften ein entscheidender Faktor, um die Erkennbarkeit und Bekanntheit des Tourismus zu erhöhen.“



Auch müssten nach Überzeugung der Sozialdemokraten neue Wege der Vermarktung beschritten werden: „Gerade in der heutigen Zeit sollten wir die Möglichkeiten der Digitalisierung für den Kreistourismus nutzen“, findet Stefan Krutten, stellvertretender SPD-Kreisvorsitzender sowie Mitglied im Arbeitskreis.

Nach Überzeugung der Kreisvorsitzenden Martina Holzner stellt der Grüne Kreis das touristische Aushängeschild des Saarlandes dar. „Diesen gilt es deshalb zukunftsfähig und marktgerecht – auch mit entsprechenden Haushaltsmitteln – aufzustellen, damit auch die nachfolgenden Generationen von diesem aufstrebenden Wirtschaftszweig partizipieren können.“

Mit diesen Forderungen ist die Kreis-SPD auch in die Aufsichtsratssitzung der Kreis-Tourismusgesellschaft Saarschleifenland-Tourismus am gestrigen Donnerstag gegangen, die Ergebnisse der Beratungen waren zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht bekannt.

Martina Holzner
Martina Holzner FOTO: BeckerBredel
Stefan Krutten
Stefan Krutten FOTO: rup
Daniel Kiefer
Daniel Kiefer FOTO: rup
(cbe)