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GaS beim Sprachenfest erfolgreich: Sie können mehr als nur Küchenlatein

GaS beim Sprachenfest erfolgreich : Sie können mehr als nur Küchenlatein

Schülerinnen aus Merzig überzeugten mit einer mehrsprachign Kochshow beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen.

(red) Mit ihrer Kochshow „Magical Plate“ erzielten sechs Schülerinnen des Gymnasiums am Stefansberg (GaS) in Merzig einen ersten Preis im renommierten Bundeswettbewerb Fremdsprachen auf Landesebene und wurden zum Bundessprachenfest nach Dresden eingeladen (die SZ berichtete) – und auch dort waren sie sehr erfolgreich, wie die Schule jetzt mitteilte.

Beim Sprachenfest treffen sich die 30 besten von weit über 1000 Gruppen aus ganz Deutschland und präsentieren dort ihre Arbeiten. Für die Mädels aus Merzig bestand eine besondere Herausforderung darin, dass sie ihre Arbeit, einen etwa zehnminütigen Film über eine Kochshow mit Teilnehmern aus fünf Nationen (die konsequenterweise auch fünf Sprachen sprechen), als Theaterstück auf einer Bühne präsentieren sollten. Also mussten das Drehbuch umgeschrieben, Texte und Abläufe neu geplant und der Ablauf einstudiert werden – in der Hektik des Schuljahresendes waren dazu so manche zusätzliche Termine am Wochenende und am Nachmittag nötig.

Doch der Aufwand hat sich gelohnt: Das Merziger Schülerinnen-Sextett holte als einzige der teilnehmenden Gruppen gleich zwei Preise, nämlich den „Preis der Schülerjury“ und den Preis des Gesamtverbandes Moderne Fremdsprachen für die „Beste Mehrsprachige Arbeit“. Diese Auszeichnungen, die mit Geldpreisen verbunden sind, waren in jeder Hinsicht verdient: Die Gruppe legte auf der großen Bühne in der Aula eines Dresdener Gymnasiums einen fulminanten und mitreißenden Auftritt hin. Die fünf Köche unterhielten sich, stritten, philosophierten und flirteten in fünf Sprachen (neben Englisch, Französisch und Spanisch auch Latein und Chinesisch), spielten ihre Rollen, die so manche Vorurteile über die jeweiligen Nationen gekonnt ironisch darstellten, mit Überzeugung und so natürlich, dass ihnen ein großer Applaus von Jury und Zuschauern sicher war.

Im Anschluss an die Präsentation des Wettbewerbs-Beitrages mussten sich die Schülerinnen den Fragen der Jury stellen, ebenfalls in mehreren Sprachen. Auch diesen Teil des Auftrittes meisterten die GaS-Mädels mit Bravour: Scheinbar mühelos beantworteten sie die Jury-Fragen in Englisch, Französisch und Spanisch und wechselten ständig und selbstverständlich zwischen den unterschiedlichen Sprachen hin und her. Sie beantworten die Jury-Fragen dabei selbstbewusst und in einer so idiomatischen Ausdrucksweise, die manch einen Zuschauer regelrecht verblüffte.

Für die Schülerinnen war der Auftritt vor großem Publikum eine tolle Erfahrung, die Amélie Daub so zusammenfasst: ,,Ich glaube, wir waren noch nie so aufgeregt wie vor unserem Auftritt. Doch als wir auf der Bühne standen, haben wir alles um uns herum vergessen und hatten mehr Spaß als in allen Proben. Und es hat sich gelohnt: Das Publikum und die Jury waren begeistert. Danach wären wir sehr erleichtert, aber auch unglaublich glücklich!“. Auch die gesamte Atmosphäre und das Rahmenprogramm begeisterte die Merziger Delegation, wie Mulan-Sophia Zheng sagt: ,,Wir haben uns von der fantastischen Atmosphäre der Stadt Dresden und des ganzen Sprachenfestes mitreißen lassen! Es war eine tolle Erfahrung, durch die unsere Gruppe noch mehr zusammengewachsen ist und die ich niemals vergessen werde!“ Über Tage gab es auch an der Schule fast kein anderes Thema mehr.

Die Merziger Schülergruppe auf dem Elb-Dampfer (vorne von links): Talya Tonguçer und Alisha Berger, hintere Reihe von links: Mulan-Sophie Zheng, Amélie Daub, Celine Braun und Lena Lafitte. Foto: Albert Ehl

Nach dem Erfolg von Dresden wurden sofort Pläne geschmiedet: Gemeinsam wollen die sechs Schülerinnen, die im Lauf der Projektarbeit zu einer verschworenen Truppe zusammengewachsen sind, ihr Preisgeld in einen Ausflug nach Paris investieren – als Belohnung für die vielen Stunden der Arbeit an Film und Auftritt. Gleichzeitig möchte die Gruppe auch im nächsten Jahr erneut beim Fremdsprachenwettbewerb antreten, das Thema ist noch offen. Man darf gespannt sein…