Schüler organisieren ihre eigene Blutspende

Merzig. "Ich bin schon ziemlich aufgeregt", sagt die 18-jährige Ramona Decker, die das erste Mal Blut spendet - obwohl sie eigentlich Angst vor Spritzen hat. Sie ist Schülerin am Oberstufengymnasium im Berufsbildungszentrum (BBZ) Merzig und hat von ihren Freundinnen von diesem speziellen Blutspendetermin erfahren. Die Schüler der 12

Merzig. "Ich bin schon ziemlich aufgeregt", sagt die 18-jährige Ramona Decker, die das erste Mal Blut spendet - obwohl sie eigentlich Angst vor Spritzen hat. Sie ist Schülerin am Oberstufengymnasium im Berufsbildungszentrum (BBZ) Merzig und hat von ihren Freundinnen von diesem speziellen Blutspendetermin erfahren. Die Schüler der 12. Klasse haben die Blutspende als Projektarbeit im Erweiterungskurs des Fachs Gesundheit organisiert. Dann setzt die Ärztin des DRK, Helga Dovi-Akue, die Nadel an, das Blut fließt in einen Beutel neben der Liege, der 500 Milliliter fasst. Darüber wandert ein grünes Licht an einem Messgerät - wenn der Beutel voll ist, leuchtet es rot. "Sie haben kalte Finger, Sie müssen mit der Faust pumpen", rät die Ärztin. Nach der Spende ruht sich Ramona aus, in der Hand hält sie Schokolade als kleine Belohnung. "Es hat nur kurz gepiekst, das war gar nicht schlimm". Um anderen zu helfen, könne man das schon öfter machen, sagt die Erstspenderin. Die Idee zu diesem Blutspendeprojekt hatte Rita Staab, Fachlehrerin für den Erweiterungskurs Gesundheit. "Man hört überall, dass Blut rar ist". Die jungen Leute seien zwar zum Spenden bereit, aber der Gedanke daran sein nicht präsent genug. Vor einigen Monaten informierte Christoph Ernwein, Pressereferent beim DRK, die Klasse über das Blutspenden, danach druckten die Schüler Werbeplakate, räumten das Klassenzimmer aus und kümmerten sich um die Verpflegung. "Der erste Schritt, zu einem Blutspendetermin zu gehen, ist groß", sagt Ernwein. In diesem Projekt hätte sich die Angst auf mehrere Köpfe verteilt, in der Gruppe sei das Spenden vielen leichter gefallen. "Die meisten hatten Angst, aber danach waren sie alle stolz wie Oskar", sagt Rita Staab begeistert. Den Schülern habe das Projekt großen Spaß gemacht. Ernwein ist froh, dass die Schulleitung das Projekt unterstützt - "schließlich greifen wir in den Schulprozess ein". Drei Ärzte und vier Helfer des DRK nehmen an diesem Dienstagvormittag laufend Blut ab. Unterstützt werden sie von Schülern wie der 17-jährigen Marie-Claire Schieber, die die Beutel vorbereitet, den Spendern gut zuredet und Verbände anlegt. Sobald sie 18 ist, will sie auch Blut spenden. "Wir bekommen heute sicher 70 Spenden zusammen", sagt Ernwein zufrieden. "Für eine Berufsschule ist das ein hervorragendes Ergebnis". Nach einem Test auf Krankheiten ist das Blut in 24 Stunden freigegeben und in drei Tagen beim Patienten. "Die meisten hatten Angst, danach waren alle stolz wie Oskar." Rita Staab, Fachlehrerin