Polizei in Wadern gibt Tipps zum Schutz gegen Einbrecher

Tipps der Polizei in Wadern : Wie man Einbrechern den Beutezug vermiesen kann

In den vergangenen Wochen ist es im Landkreis Merzig-Wadern mehrmals zu Einbrüchen gekommen. Einige Tipps, wie man sich gegen Einbrecher schützen kann, gibt die Polizei-Inspektion Nordsaarland.

Mit dem Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Einbruchsgefahr. Obwohl die Zahl der Wohnungseinbrüche im Saarland leicht rückläufig ist, ist laut Polizei grundsätzlich in der dunklen Jahreszeit – insbesondere ab Oktober/November – ein Anstieg der Einbrüche zu verzeichnen. Vor allem in der Zeit von 6 bis 18 Uhr oder bei beginnender Dunkelheit mahnt die Polizei zur Vorsicht und Aufmerksamkeit.

„Die beliebtesten Einstiegswege ins Haus sind immer noch Fenster und Terrassentüren“, sagt Armin Stengel von der Polizeiinspektion Nordsaarland. Oftmals seien die Fenster und Türen gekippt. Darüber hinaus fänden sich auch noch Auf- und Einstiegshilfen wie Mülltonnen oder Leitern in unmittelbarer Nähe. Da ein Einbruch oft nur wenige Minuten dauert, geben die Ordnungshüter einige Tipps, wie man es den Gaunern schwer machen kann.

Grundsätzlich rät die Polizei zu hoher Aufmerksamkeit. „Notieren Sie verdächtige Wahrnehmungen in Ihrer Nachbarschaft, zum Beispiel Personenbeschreibung, Fluchtrichtung, Autokennzeichen oder sonstige Auffälligkeiten“, sagt Stengel. Das Licht soll auch bei Abwesenheit eingeschaltet sein, eventuell sollte man eine Zeitschaltuhr anbringen. Fenster sollen bei Verlassen der Wohnung oder des Hauses immer geschlossen werden und nicht auf „Kipp“ stehen. Außerdem sollen Nebentüren, Kellertüren und Terrassentüren ebenfalls bei Verlassen zugeschlossen werden. „Dort, wo ein Schlüssel zum Einsatz kommt, diesen beim Verlassen der Wohnung auch umdrehen; die Tür nicht nur zuziehen“, betont Stengel.

Auch technische Sicherungsmaßnahmen verbessern den Einbruchschutz, insbesondere hinsichtlich sogenannter Gelegenheitstäter. Die Polizei rät insbesondere zum Anbringen einer Außenbeleuchtung mit Bewegungsmelder auf dem Grundstück. „Türrahmen, Türbänder sowie Schlösser und Beschläge sollten den besonderen Sicherheitsanforderungen genügen“, sagt der Experte. Bei Neuanschaffungen sollen einbruchshemmende Rollläden mit Hochschiebesperren versehen werden.

„Die meisten Fenster werden gewaltsam aufgebrochen“, weiß Stengel. Geprüfte einbruchshemmende Drehkippbeschläge erhöhen den Einbruchsschutz. Ein abschließbarer Fenstergriff sei empfehlenswert, alleine aber nicht ausreichend. Stengel schlägt daher vor, sich hinsichtlich der aktuellen technischen Sicherheitsstandards zur Verbesserung des Einbruchsschutzes – vor allem bei Neubauten von Wohnungen und Häusern – von der Polizei beraten zu lassen. In dringenden Fällen soll immer der Notruf 110 gewählt werden.

Mehr von Saarbrücker Zeitung