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Zu viele Autos: Sinzer stöhnen

Zu viele Autos: Sinzer stöhnen

Sinz. Seit Anfang Januar das gleiche Drama: Blechlawinen, Abgase, Lärm. Seit die Bundesstraße 407 ab dem Potsdamer Platz Richtung Kirf gesperrt ist, quälen sich Autos und Laster über die Verbindungsstraße von Nennig nach Sinz und durch die enge Hauptstraße durch Sinz - ein Albtraum für die Anlieger

Sinz. Seit Anfang Januar das gleiche Drama: Blechlawinen, Abgase, Lärm. Seit die Bundesstraße 407 ab dem Potsdamer Platz Richtung Kirf gesperrt ist, quälen sich Autos und Laster über die Verbindungsstraße von Nennig nach Sinz und durch die enge Hauptstraße durch Sinz - ein Albtraum für die Anlieger. "Der Verkehr ist eine enorme Belastung für die Sinzer geworden", zieht Ortsvorsteher Michael Fixemer (Foto: SZ) knapp drei Wochen nach der Vollsperrung Bilanz.Gezählt habe man die Autos, die morgens und abends die enge Straße passieren, noch nicht. "Aber der Verkehr hat deutlich zugenommen. Manch brenzlige Situationen haben wir schon erlebt", sagt der Sozialdemokrat. Der Bürgersteig vor der Kirche ist eng - ein unbedachter Schritt auf die Straße kann zu einem Unfall mit fatalen Folgen führen. Die Folge: Bei dem Ortsvorsteher hagelt es Beschwerden - über rücksichtslose Raser und über die zusätzliche Lärmbelästigung. "Vor allem für Kindergartenkinder, Schulkinder und Senioren wird die Straße, die zurzeit von vielen als Umleitung benutzt wird, sehr gefährlich", ergänzt er. Vor allem Eltern haben nach seiner Darstellung Angst um ihre Kinder. "Zumal sich mancher nicht an die Geschwindigkeit hält und mit einem Wahnsinnstempo durchbrettert", ergänzt Ortsratsmitglied Roland Lahr (SPD). Vor allem die Bushaltestelle unterhalb der Kirche mit der engen Kurve sei ein Gefahrenpunkt. Beide Kommunalpolitiker sind sich einig. Diese enge Straße ist für ein solch hohes Verkehrsaufkommen nicht gebaut. Es sei zu befürchten, dass die Straße solange zur Umleistungsstrecke wird, bis die B 407 wieder geöffnet wird. Dafür muss zuerst der Hang gesichert werden - eine Arbeit, die zwei bis drei Monate in Anspruch nimmt, wie es aus der Straßenmeisterei Saarburg heißt. "Witterungsbedingt kann sich der Abschluss der Arbeiten aber verzögern."

Ganz gleich, wie lange die Sanierungsarbeiten dauern: Auf jeden Fall wollen die Sinzer die Raser ausbremsen und fordern verstärkt Verkehrskontrollen. "Unser Ordnungsamt und die Polizei sind schon informiert", sagen Fixemer und Lahr.