Weniger einbrüche: Zahl der Einbrüche an der Obermosel gesunken

Weniger einbrüche : Zahl der Einbrüche an der Obermosel gesunken

Polizei legt Jahresbericht zur Kriminalitätsentwicklung und zum Unfallgeschehen in der Gemeinde Perl vor.

(red) Die Zahl der Einbrüche hat sich 2016 in Perl deutlich verringert. Wurden 2015 50 Fälle gemeldet, sank deren Zahl im vergangenen Jahr auf 29. Gleichzeitig steigerte die Polizei die Aufklärungsquote von vier auf 31 Prozent. Das geht aus dem Jahresbericht zur Kriminalitätsentwicklung und zum Unfallgeschehen hervor. Die Statistik stellten Kriminalrat Rainer Gitzinger, Leiter der Polizeiinspektion Merzig, und sein Stellvertreter, Polizeihauptkommissar Dietmar Maus, bei einem Sicherheitsgespräch Edwin Ollinger, dem Leiter der Ortspolizeibehörde, und Bürgermeister Ralf Uhlenbruch vor.

Insgesamt 401 Straftaten zählte die Polizei in der Gemeinde an der Obermosel im vergangenen Jahr,  24 Delikte weniger als im Jahr zuvor. „Dies ist positiv für Perl“, sagte der Verwaltungschef, auch mit Blick auf die Zahl der Aufklärungsquote. Die liegt laut Statistik mit 53,9 Prozent über dem Landesschnitt (53,3 Prozent). Mit 53,9 Prozent sei die Quote gegenüber dem Vorjahr um 16,3 Prozent gesteigert worden und erreiche den höchsten Wert der vergangenen Jahre. „Gerade vor dem Hintergrund der Grenzregion und den damit verbundenen Herausforderungen bei der Ermittlungsarbeit, bestätigt dies die hervorragende Arbeit der zuständigen Behörden und Kollegen vor Ort“, sind sich Uhlenbruch und Gitzinger einig. Hinzu komme die Zusammenlegung von Bundespolizei und Landespolizei im „Haus der Sicherheit“. Diese werde nach dem Bekunden der beiden in Zukunft die Polizeiarbeit in der Gemeinde weiter verbessern. Einen Eindruck von der Zentrale hat sich Kanzleramtsminister Peter Altmaier bei einem Besuch in der Gemeinde verschafft.

Sorgen bereiten den Verantwortlichen von Polizei und Verwaltung dagegen der Anstieg der Unfälle. Deren Zahl ist von 318 im Jahr 2015 im vergangenen Jahr auf 369 nach oben geschnellt. Einen Zuwachs von 51 Unfällen hält die Statistik fest. Leicht erhöht habe sich die Zahl von Unfällen unter Alkoholeinfluss: von neun in 2015 auf zwölf im vergangenen Jahr. Positiv nannten Uhlenbruch und Gitzinger den Rückgang bei der Zahl der Schwerverletzten. Erlitten 2015 13 Personen schwere Verletzungen, so weist der Jahresbericht für das vergangene Jahr vier Schwerverletzte aus: neun Opfer weniger.

Für den Bürgermeister und den Polizeichef erfreulich: Es gab im Gegensatz zum Vorjahr in der Gemeinde keinen Unfall mit Todesfolge. Im Jahr zuvor verstarb eine Person bei einem Unfall. Positiv hat sich laut Polizeichef Rainer Gitzinger der Trend bei Unfällen mit Fahrerflucht entwickelt: Suchten 2015 81 Fahrer das Weite, waren es im vergangenen Jahr 72 – ein Rückgang um neun.

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