Wind und Glück

Riegelsberg. Mit Glück und Geschick sowie einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hat der FC Riegelsberg im Kellerduell der Fußball-Saarlandliga einen wichtigen 2:0-Sieg gegen die SG Perl/Besch gefeiert. 100 Zuschauer sahen ein Spiel, das nicht begeisterte und stark vom Wind geprägt war. In der ersten Hälfte kamen die Gastgeber kaum aus der eigenen Hälfte heraus

Riegelsberg. Mit Glück und Geschick sowie einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit hat der FC Riegelsberg im Kellerduell der Fußball-Saarlandliga einen wichtigen 2:0-Sieg gegen die SG Perl/Besch gefeiert. 100 Zuschauer sahen ein Spiel, das nicht begeisterte und stark vom Wind geprägt war. In der ersten Hälfte kamen die Gastgeber kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Immer wieder wurden lange Bälle vom Wind geblockt, während die Gäste durch die Windunterstützung eine Dauerbelagerung des Riegelsberger Tores durchführten. Neun zu zwei Ecken für Perl sprechen eine deutliche Sprache. Torchancen gab es 43 Minuten lang nur für die Gäste. Die Größte vergab Heiko Niederweis, der aus drei Metern am Pfosten scheiterte (26. Minute). Gästetrainer Ralf Schmidt verzweifelte beinahe: "Das war schon die dritte dicke Chance für uns!"Drei Minuten vor der Pause dann das: Fast an der Mittellinie bekam Riegelsberg vom guten Schiedsrichter Mathias Edrich (St. Wendel) einen Freistoß zugesprochen. Wind hin, Wind her - Scharfschütze Benny Schadt jagte den Ball mit Brachialgewalt auf das Gästetor. Die Abwehr Perl/Beschs befand sich im Tiefschlaf, niemand stoppte den Flug des Balles, der vor den Füßen des sträflich frei stehenden Dominique Banza landete und von diesem eiskalt zum 1:0 versenkt wurde. In der Fußballsprache heißt das: Ein Tor aus dem Nichts.Geschockt von diesem Rückschlag vertändelte Perl/Besch postwendend den Anstoß. Der Riegelsberger Mathias Groß schickte Thomas Zimmermann steil, und der schoss mit rechts flach zum 2:0 ein. "Das nennt man optimale Chancenauswertung. Aber wir haben zuletzt so viel Pech gehabt, da kann man auch mal Glück haben", schmunzelte Trainer Franco Gagliardi hinterher.In der zweiten Hälfte lief das Spiel völlig umgekehrt. Jetzt profitierte Riegelsberg von der Windunterstützung, und Perl/Besch kam nicht mehr hinten heraus. Das Resultat: null Ecken und null Torchancen für die Gäste im zweiten Abschnitt. Ganz anders Riegelsberg, das mehrfach Gelegenheit hatte, das Ergebnis noch höher zu schrauben. Doch Mathias Groß (60.), Philipp Weyers (70.) und Toni Cortese (75.) schafften es nicht, ihre Riesenchancen zu nutzen. "Das war nicht unser stärkstes Spiel. Aber wichtig ist, dass wir die drei Punkte haben und dass mein Muskel gehalten hat", sagte Kapitän Dominik Schommer, der nach langer Verletzungspause erstmals über 90 Minuten spielte. Gagliardi bilanzierte: "Perl war am Anfang besser, aber in der zweiten Hälfte abgemeldet. Wichtig ist auch, dass bei uns die Null stand." Und Spielervater Rolf Grewenig steuerte ein fast philosophisches Wortspielchen bei: "Die Endabrechnung wird zum Schluss gemacht."

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