Wenn die Leitung tot bleibt

Wochenlang funktionierte das Telefon von SZ-Leserreporter Hans Braun aus Perl nicht mehr. Das war in seinem Fall besonders ärgerlich, weil er sich rund um die Uhr um seine pflegebedürftige Frau kümmern muss und auf das Telefon angewiesen ist.

Hans Braun aus Perl zeigte sich vor wenigen Tagen noch verzweifelt: "Ich weiß nicht mehr, was ich noch machen soll", sagte er. Der Telekom-Festnetzanschluss der Familie funktioniere bereits seit Wochen nicht mehr. Dabei sitze seine Frau im Rollstuhl und sei pflegebedürftig. Alle seine bisherigen Anrufe bei dem Konzern hätten zu keiner Lösung des Problems geführt.

Die Techniker, die bei dem SZ-Leserreporter vorbei gekommen waren, seien mit der Aussage, dass sie nur kurz zur Hauptverteilung fahren müssten und gleich wieder da seien, spurlos verschwunden, berichtete Braun.

Als Pfleger seiner Frau könne er zur Zeit noch nicht mal das Haus verlassen, um kurz Einkaufen oder Medikamente abholen zu gehen. Hinzu käme das Problem, dass sie in ihrem Wohnort mit dem Handy nur über das Luxemburger Netz Empfang hätten, ergänzte der SZ-Leser.

Der Anschluss der Familie sei leider von zwei verschiedenen Störungen betroffen gewesen, bedauert Peter Kespohl von der Telekom-Pressestelle. Dabei habe es sich sowohl um einen Hauptkabel-Fehler als auch um einen Verzweigerkabel-Fehler direkt in der Straße des Kunden gehandelt. Letzterer sei bereits Ende November durch das Einsetzen eines Ersatzkabels behoben worden. Allerdings habe man feststellen müssen, dass der Anschluss noch von einem Fehler am Port, also einer Schnittstelle, oder an den Endgeräten im Haushalt betroffen gewesen war, so Kespohl. Diese Störung sei im Nachgang vom technischen Service behoben worden. Man stehe mit dem Kunden im Kontakt, um ihn für den Ausfall im Sinne der Kulanz zu entschädigen.

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