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Wasservögel sollen nur an Land gefüttert werden

Wasservögel sollen nur an Land gefüttert werden

Ein kleiner Schwan ist festgefroren. Sein Bauch klebt am Asphalt, mit Flügelschlägen versucht er, sich zu retten. Vergeblich. Ein solches Bild sieht man dieser Tage öfters an Orten, an denen sich viele Wasservögel aufhalten, etwa in Remich und am Bostalsee.

"Viele Menschen füttern die Tiere, das ist auch in Ordnung. Aber sie sollen sie nicht an Land füttern, sondern im Wasser", erklärt Lothar Lorig von der Wasservogel-Auffangstation in Perl-Besch. Denn vor allem die Jungtiere seien im Winter noch sehr unerfahren. Während ein ausgewachsener Schwan sich trocknet und putzt, wenn er aus dem Wasser kommt, stürzt sich ein Jungtier oft sogleich aus dem Nass. "Er wirft sich auf das Futter, damit es kein anderer Vogel nimmt, und friert innerhalb von Sekunden fest", erläutert Lorig. Deshalb rät er, die Vögel nicht aus dem Wasser zu locken. Zum Füttern eigne sich besonders gut Vollkorntoast, das in kleine Stücke gezupft ist. Ungeeignet zur Fütterung seien dagegen trockenes und verschimmeltes Brot.