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Gemeinderat
Vor Weihnachten hat Perl einen Doppelhaushalt

Perl. Bei einer Enthaltung brachte der Perler Gemeinderat das Zahlenwerk für 2018 und 2019 auf den Weg.

Bei einer Enthaltung hat der Perler Gemeinderat den Doppelhaushalt für die kommenden zwei Jahre verabschiedet. „Erstmals seit über 10 Jahren ist es gelungen, den Haushalt vor dem Jahresende zu verabschieden“, sagte CDU-Fraktionschef Ernst Rudolf Ollinger. SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Fixemer hätte es gerne gesehen, wenn der Entwurf in der Sitzung Anfang Februar erneut Thema gewesen wäre. „Bis dahin sind die Zahlen aktualisiert und kleinere Korrekturen gemacht.“ Ollingers Einwand, dass bis zu diesem Zeitpunkt die Kommunalaufsicht ihr Plazet zu dem Zahlenwerk gegeben haben könnte, war für den Sozialdemokraten einleuchtend. Nach einer Sitzungsunterbrechung von fünf Minuten sagte Fixemer: „Unsere grundsätzlichen Bedenken sind geblieben.“ Dennoch stimme die SPD zu – „ein Vertrauensvorschuss“, wie er dies nannte. Wichtig ist ihm nach seinen Worten, dass die Verwaltung die Maßnahmen samt der Zuschüsse dem Gemeinderat vorlegt. Sabine Kremer-Wolz (FDP) mahnte an, künftig die Ortsräte früher als bisher in die Beratungen einzubeziehen.



Im Ergebnishaushalt für 2018 stehen sich  Erträge von 15 859 000,00 Euro Aufwendungen von 15 827 600,00 Euro gegenüber – ein Plus von 31 400,00 Euro. Für 2019 wird mit Einnahmen von 15 522 400,00 Euro gerechnet, mit Ausgaben von 15 416 100,00 Euro. Geht das Kalkül auf, bleibt ein  Guthaben von 106 300,00 Euro. Im Finanzhaushalt für das kommende Jahr sind nach Worten von Bürgermeister Ralf Uhlenbruch Einzahlungen aus Investitionstätigkeiten den Einzahlungen aus Investitionstätigkeit mit 5 789 000,00 Euro geplant, Auszahlungen aus Investitionstätigkeit auf mit 6 454 500,00 Euro – ein Minus von 665 500,00 Euro. Den Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeiten von 665 500,00 Euro stehen laut Verwaltungschef Auszahlungen von 765 000,00 Euro gegenüber – ein Defizit von 99 500,00 Euro. Ein ähnliches Bild erwarten die Verantwortlichen aus dem Perler Rathaus auch für das Jahr 2019. An Einzahlungen aus Investitionstätigkeiten erwarten sie 1 896 000,00 Euro, an Auszahlungen 2 568 500,00 Euro und ein Minus von 672 500,00 Euro. Bei den Finanzierungstätigkeiten wird nach Worten von  Uhlenbruch mit 672 500 00 Euro kalkuliert, bei den Auszahlungen mit 765 000,00 Euro.

Auf den Weg gebracht wurde auch der Investitionsplan bis 2022. Als ein großes Projekt nannte der Rathauschef die Sanierung der Kita Oberleukbachtal in Oberleuken. Fortgesetzt werde die Sanierung im 1928er Gebäude der Grundschule Perl. Einig waren sich Ollinger und Fixemer in der Reihenfolge des Straßenend-Ausbaus: „Erst Sinz, dann Wochern und danach Hammelsberg V“, forderten beide – ein Wunsch, dem die Verwaltung nachkam.