Tastenzauber an Klavier und Orgel

Tastenzauber an Klavier und Orgel

Perl/Tettingen-Butzdorf. Von Beethovens Mondscheinsonate, einem Meilenstein der Klaviermusik, ist Natalya Kosinova-Kettenhofen fasziniert - zum einen wegen des unvergleichlichen Klangerlebnisses, zum anderen wegen der revolutionären Neugestaltung der Sonatenform

Perl/Tettingen-Butzdorf. Von Beethovens Mondscheinsonate, einem Meilenstein der Klaviermusik, ist Natalya Kosinova-Kettenhofen fasziniert - zum einen wegen des unvergleichlichen Klangerlebnisses, zum anderen wegen der revolutionären Neugestaltung der Sonatenform. "Es kommt nicht von Ungefähr, dass der Dirigent Hans von Bülow den Großteil der Klaviersonaten Beethovens als 'Neues Testament der Klaviermusik' deklariert hat", sagt Natalya Kosinova-Kettenhofen. Auch Lizsts Mephisto-Walzer hat es der jungen Pianistin angetan - jene vier virtuosen Stücke für Klavier. Dieses Instrument hat die gebürtige Ukrainerin studiert, wie sie erzählt - in Kiew. Die Idee, in Deutschland Fuß zu fassen, fasste sie nach ihrer Darstellung ein Jahr vor ihrem Examen. "2001 habe ich beim Bach-Wettbewerb an der Musikhochschule Saarbrücken mitgespielt. Dadurch habe ich jede Menge neue Freunde kennengelernt, die mir geraten haben, ins Saarland zu kommen." Gesagt - getan: 2004 war es soweit. Bereut hat sie es bislang noch nicht - im Gegenteil. So pendelt sie zwischen der gemütlichen Wohnung mit einem zauberhaften Blick über den Gau in Tettingen-Butzdorf, Saarbrücken und Neunkirchen. "Dies erfordern meine zahlreichen Jobs", lacht sie. In Neunkirchen und in Saarbrücken arbeitet sie als Organistin und Chorleiterin, zwischendurch gibt sie Klavierstunden. "Und Konzerte im Saarland habe ich auch schon gegeben", sagt die 31-Jährige. Jetzt schickt sie sich an, ein weiteres Instrument in Angriff zu nehmen: die Orgel. "Die C-Ausbildung habe ich im September in St. Ingbert beim Bistum Speyer erlangt. Ich hatte Glück, bei solch begabten und motivierten Künstlern wie Christian von Blohn und Heike Scholz Unterricht zu erhalten." Die Ukrainerin will weiter Kirchenmusik an der Musikhochschule in Saarbrücken studieren. Im Januar folgt die Aufnahmeprüfung zur B-Ausbildung. Denn die Orgel, die Königin der Instrumente, habe ihr schon immer gefallen, ebenso wie die Komponisten - Johann Sebastian Bach und Vivaldi zum Beispiel. Natürlich stehen beide Komponisten auf dem Programm, wenn Natalya Kosinova-Kettenhofen am heutigen Freitag, 15. Oktober, 19 Uhr, ein Orgelkonzert in der Perler Pfarrkirche gibt. Nicht nur ihre zwei Favoriten wird die junge Künstlerin spielen, auch Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Couperin François und Léon Boellmann werden erklingen. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten. Das Programm des Orgelkonzertes: Vivaldi/Bach: Concerto in Aminor BWW 593, Dietrich Buxtehude: Preludium D-Dur, Johann Sebastian Bach: Toccata und Fuge BWW 565, "Air", Felix Mendelssohn-Bartholdy: 2 Sonata c-moll, François Couperin: Offertoire sur les Grands Jeux. "2001 habe ich beim Bach-Wettbewerb an der Musikhochschule Saarbrücken mitgespielt."Natalya Kosinova-Kettenhofen