Sein Herz schlägt für Europa

Roger Weber, langjähriger Bürgermeister von Schengen, ist beim Neujahrsempfang der Gemeinde Perl am Freitag ausgezeichnet worden. „Er engagiert sich sehr stark für Europa“, sagte Perls Bürgermeister Bruno Schmitt.

Nur zu gerne übernahm Roger Weber zum Mikrofon. "Ein grüner und ein roter Bürgermeister ehren einen Schwarzen", kommentierte der langjährige Verwaltungschef von Schengen die Auszeichnung, die ihm sein Perler Kollege Bruno Schmitt (SPD ) beim Neujahrsempfang überreichte: "Ein Dankeschön für einen besonderen Menschen, der seit Jahrzehnten europäisches Engagement, beweist", wie der Verwaltungschef die Ehrung begründete. "Er hat das Schengen-Abkommen mit Leben gefüllt", sagte der Grünen-Politiker Henri Kox, Bürgermeister von Remich. Kox, auch Mitglied des luxemburgischen Parlamentes, wies auch auf die zahlreichen Ämter hin, die der 63-Jährige seit 1970 begleitet hat. Elf Jahre lang war Weber Bürgermeister von Schengen, seit 2011 ist er stellvertretender Bürgermeister. Er hat nach Worten von Kox dafür gesorgt, dass Zusammenleben nicht nur geschrieben, sondern auch gelebt wird.

"In den 70er Jahren wollten wir schon eine binationale Schule ins Leben rufen", verriet Weber. "30 Jahre hat es gedauert", sagte er und ließ seine Augen durch das Foyer des Schengen-Lyzeums schweifen - eine Schule, von der er so lange geträumt hat. "Eine schöne Ehrung", freute er sich, um sofort wieder für Grenzüberschreitendes zu werben: für die Geburtstagsfete des Schengen-Abkommens, dessen 30-jähriges Bestehen Mitte Juli gefeiert wird. Und noch eines treibt ihn um: Die Traumschleife "Schengen grenzenlos", die in Perl startet und über Luxemburg nach Frankreich führt, soll Deutschlands schönster Wanderweg werden. "Das wäre ein Erfolg für uns." Er forderte auf, für den Weg zu stimmen. Bericht folgt.