Trassem: Schlamm- und Wassermassen überfluten Wohnstraße

Trassem : Schlamm- und Wassermassen überfluten Wohnstraße

Von Wilfried Hoffmann

Am Mittwochabend hat ein schweres Unwetter erneut in dem Ort Trassem, wenige Kilometer hinter der Landesgrenze bei Perl-Münzingen gelegen, schwere Schäden angerichtet. Eine Schlammlawine überflutete dabei Straßen, Keller und Gärten. Erst am 29. April dieses Jahres wurden die Anwohner der Straße „Unterm Halstenberg“ von einem schweren Gewitter mit einem großem Hangrutsch heimgesucht.

Am Mittwochabend kam es gegen 20 Uhr erneut zu schweren Niederschlägen mit viel Wasser, diesmal aber ohne Hagel. Dies hatte zur Folge, dass sich die Wassermassen oberhalb der Hanglage im Halstenberg alte und neue Wege gesucht haben. Die erneuten Schlammlawinen überfluteten wieder mehrere Straßen, Keller und Gärten. Mehrere Zentimeter hoch standen Wasser und Schlamm. Noch während des Unwetters griffen die Anwohner und Nachbarn selbst zu Hilfsmitteln, provisorisch wurde das Wasser teilweise erfolgreich so umgeleitet, dass es keinen größeren Schaden anrichtete. Der Wehrleiter der Feuerwehren der Verbandsgemeinde Saarburg, Bernhard Hein, lobte das schnelle Eingreifen der Anwohner, denn so konnte noch vor Eintreffen der Feuerwehr Schlimmeres verhindert werden. Auch ein Hublader eines ortsansässigen Unternehmens unterstützte die Anwohner.

Insgesamt waren von dem Unwetter am Abend zwei Wohnhäuser betroffen, darunter das Anwesen von Uwe Fülling. Er hatte, wie viele andere Anwohner von „Unterm Halstenberg“, schon geahnt, was da kommen würde. Seine neue Zwischentür, die beim letzten Unwetter durch den Wasserdruck zu Bruch gegangen war, hat er diesmal sofort geöffnet. So konnte die Schlammlawine ungebremst durch seine Garage und den Keller fließen, gleichzeitig konnten aber noch schwerere Schäden vermieden werden.

Der ehemalige Bürgermeister der Ortsgemeinde Trassem, Wolfgang Benter, beschreibt die Situation als „Katastrophe“. Er wohnt selbst in dem betroffenen Gebiet und berichtet davon, dass die Nachbarn in der Straße richtig angefressen und verärgert sind. Karl Schiffer-Merten weist nach eigenen Worten schon seit Jahren auf die Problematik hin. Der Grund für die Schlammlawinen sind nach seinem Dafürhalten die frisch bestellten Maisäcker oberhalb des Wohngebiets.

Insgesamt waren am Mittwoch wieder 100 Helfer von Feuerwehr, THW, Deutschem Roten Kreuz und Polizei im Einsatz. Gleichzeitig zum Unwetter in Trassem mussten die Feuerwehren in den nahe gelegenen Ortschaften Serrig, Beurig und Freudenburg zu Einsätzen mit Wasserschäden an Wohngebäuden und überfluteten Straßen ausrücken.