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Schengen-Lyzeum in Perl ist zur Schule der Nachhaltigkeit ernannt worden

Auszeichnung : Lernen im Einklang mit Natur und Umwelt

Deutsch-luxemburgisches Schengen-Lyzeum in Perl wurde vom Bildungsministerium als „Schule der Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet.

Als „Leuchtturm im Dreiländereck“ hat Bildungs-Staatssekretär Jan Benedyczuk das Schengen-Lyzeum in Perl bei der Auszeichnung zur Schule der Nachhaltigkeit bezeichnet. „Hier kann man sich wohlfühlen“, sagte er, als er Schulleiterin Marion Zenner am Donnerstag das entsprechende Zertifikat überreichte (die SZ berichtete kurz).

Benedyczuk verriet, dass auch er gerne auf eine solche Schule gegangen wäre. Nachhaltigkeit ist nach seinen Worten vielmehr als nur Umweltschutz. Es beinhalte vor allem ganzheitliches Denken und schließe insbesondere wirtschaftliche und soziale Aspekte mit ein. Die Bildung für nachhaltige Entwicklung nannte Benedyczuk einen unverzichtbaren Bestandteil schulischer Arbeit. Dies werde im Schengen-Lyzeum regelrecht gelebt. Und dieses Lob richtete der Minister-Stellvertreter ausdrücklich an die ganze Schulgemeinschaft.

Das Perler Schengen-Lyzeum ist eine der ersten Schulen im Saarland, die mit dem neuen Qualität-Siegel ausgezeichnet wurde. Die deutsch-luxemburgische Schule im Dreiländereck darf den Titel sogar mit zwei Sternen führen und erhält dafür finanzielle Zuschüsse für bis zu fünf Veranstaltungen pro Jahr mit außerschulischen Bildungspartnern aus dem aus dem Netzwerk „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (BNE).

Das Schengen-Lyzeum erfüllte alle fünf Basiskriterien, die für die Siegel-Vergabe verlangt werden. So ist das Nachhaltigkeitsthema als Leitziel im Schulprofil verankert worden. Beispielsweise haben die Schüler des luxemburgischen Zweigs der Schule in der zehnten Klasse „Mini-Entreprises“ gegründet und sich dabei mit den Themen „Nachhaltigkeit“ und „Upcycling“ auseinandergesetzt. Darunter gab es ein Mini-Unternehmen, das sich auf den Verkauf von fairen Smoothies spezialisiert hat. Diese wurden sowohl bei Schulveranstaltungen als auch Veranstaltungen außerhalb der Schule verkauft.

Zudem wurden „nachhaltige“ Arbeitsgemeinschaften gegründet, die sich mit BNE-Themen befassen. Die AGs sind zweistündig und können von Schülern der Jahrgangsstufen 5, 6 und 8 jeweils für ein Schuljahr gewählt werden. Angeboten werden unter anderem eine Tier-AG, eine Schulgarten-AG, eine AG „Kochen – gesunde Ernährung, eine Bienen-AG, eine Fahrradwerkstatt, eine „I-do-AG“ sowie die Projektwoche „Nachhaltigkeit“ in der Klassenstufe 10.

Mit Matthias Vogels wurde zudem ein Beauftragter zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung an der Schule installiert, und Multiplikatoren garantieren zudem für regelmäßige Fortbildungen im Kollegium. Über Kooperationen und Projekte soll sich die Schule immer mehr zu einem Lernort für nachhaltige Entwicklung im Bildungsbereich entwickeln.

Neben der Erarbeitung und Sammlung fachdidaktischer und methodischer Unterrichtskonzepte werden Eltern, Schüler Lehrkräfte sozialpädagogisches und nicht pädagogisches Personal in die Realisierung dieser Bestrebungen eingebunden. Das Schengen-Lyzeum wurde zudem mit zwei Sternen bewertet, da die Schule alle 17 Vorgaben der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer ökologischer Ebene berücksichtigt.