Raus mit Applaus

Die SG Perl-Besch ist als letzter Verein aus dem Kreis Merzig-Wadern im Saarlandpokal ausgeschieden. Der Verbandsligist musste sich dem Saarlandligisten SF Köllerbach mit 0:2 geschlagen geben, lieferte dem Favoriten aber einen guten Kampf.

Die Fußballer der SF Köllerbach bildeten nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen in Besch einen Kreis. "Auf einen dreckigen 2:0-Sieg und auf unser Geburtstagskind", rief einer, dann brach die ganze Mannschaft in Jubel ausbrach. Den dreckigen Sieg hatten die Sportfreunde soeben im Viertelfinale des Saarlandpokals gegen den Verbandsligisten SG Perl-Besch gelandet. Das Geburtstagskind war Kapitän Mohamed Benghebrid, der 31 Jahre alte wurde. "Fußballerisch war heute bei uns nicht so viel drin, aber wir stehen unter den letzten vier Mannschaften. Das ist das Einzige, was zählt", sagte Benghebrid strahlend.

Den Grundstein für den Erfolg hatte Köllerbach bereits in der neunten Minute gelegt. Da schnappte sich Flügelspieler Jan Issa bei einem Freistoß den Ball und versenkte das Leder aus knapp 25 Metern im linken Winkel. Ansonsten tat sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wenig Erwärmendes für die rund 200 Zuschauer. Köllerbach dominierte die Begegnung und versuchte, die Hausherren mit Pässen in die Schnittstellen der Abwehr zu überlisten. Aber die SG stand hinten recht gut. Nur zwei Mal wurde es für Perl im ersten Durchgang gefährlich. In der 21. Minute rettete SG-Verteidiger Dennis Hösch artistisch vor dem einschussbereiten Valentin Solovej. Zwei Minuten später warf sich Torwart Steffen Lackas in einen Schuss von Robin Vogtland aus kurzer Entfernung. In der zweiten Halbzeit hätte Köllerbach zunächst auf 2:0 erhöhen können, Mittelfeldspieler Daniel Reinhardt scheiterte aber in der 49. Minute an der Latte. Doch nach einer Stunde wurde der bis dahin offensiv kaum in Erscheinung getretene Verbandsligist mutiger. "Wir haben uns auf einmal hinten reindrängen lassen. Perls Frederic Britten war stark, der hat uns gut beschäftigt", meinte Benghebrid. Der schnelle SG-Stürmer war immer wieder über die rechte Seite gefährlich. "Wir waren hier der Außenseiter. Trotzdem sind wir enttäuscht, dass wir ausgeschieden sind. Wir haben den Kampf angenommen und können erhobenen Hauptes vom Feld gehen", fand Britten und ergänzte: "Aus dem Spiel heraus haben wir wenig zugelassen. Köllerbach war spielerisch überlegen. Aber wir hatten auch unsere Chancen." Die größte Gelegenheit auf den Ausgleich vergab Christoph Carl, der den Ball nach einer weiten Flanke volley über das Tor schoss (86.). Die Drangphase der Hausherren fand jedoch ein jähes Ende, als Köllerbachs Davit Bakhtadze in der 89. Minute die Partie mit einem sehenswerten Seitfallzieher zum 2:0 entschied.