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Perler Ärzte schnell in die Auswahl der Impfpraxen aufnehmen

Hausärzte in Perl sollen impfen : Uhlenbruch fordert Impfmöglichkeiten in Perl

Schnelle Impfmöglichkeiten in der Gemeinde Perl zu schaffen, hat der Perler Bürgermeister Ralf Uhlenbruch gefordert. „Über die Zusage, dass das Saarland als Grenzregion zusätzlich 80 000 Impfdosen erhält, habe ich mich sehr gefreut“, sagt der Verwaltungschef.

Gerade in der Gemeinde, im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und Luxemburg, finde grenzüberschreitende Zusammenarbeit täglich statt, sagte er, und weiter: „Unsere Region lebt vom Geben und Nehmen.“ So arbeiten viele unserer Bürgerinnen und Bürger in Luxemburg. „Und viele Kinder aus Luxemburg und Frankreich besuchten täglich die Schulen in Perl und lernen dort gemeinsam mit den Kindern aus unserer Gemeinde.“

Auch familiäre Verbindungen innerhalb des Dreiländerecks ließen die Menschen in der Region immer enger zusammenwachsen. „Ein schnelleres Impfen in der Grenzregion bedeutet nicht nur einen besseren Schutz der Menschen vor dem Coronavirus, sondern auch bessere Voraussetzungen für das tägliche Miteinander im Dreiländereck, gerade nach den Missverständnissen an den Grenzen im vergangenen Jahr.“ Um diese Gedanken mit Leben zu füllen, muss nach den Worten des Verwaltungschefs jetzt sichergestellt werden, dass ein maßgeblicher Teil der zusätzlichen Impfdosen für die Bürger der Gemeinde Perl zur Verfügung gestellt wird.

Es sei verständlich, dass die Verteilung dieser Impfdosen nach strengen medizinischen Kriterien erfolgen sollte. Darüber hinaus sollten nach seiner Ansicht auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Verflechtungen – wie die täglichen Pendlerströme und der kleine Grenzverkehr – Beachtung finden.

Die Anfahrtswege der Perler zum nächsten Impfzentrum nach Saarlouis seien mit die weitesten im ganzen Saarland. „Durch die Impfungen in den Hausarztpraxen der Ärzte vor Ort können die zusätzlichen Impfdosen schnell und unbürokratisch genutzt werden und weitere gefährliche Kontakte für die Bürger vermieden werden“, sagt er. Gefordert sei die Kassenärztliche Vereinigung, „der ich gerne eine enge Zusammenarbeit in der Sache anbiete, um diese Möglichkeit zu schaffen“. Seine Forderung: die Perler Ärzte schnell in die Auswahl der Impfpraxen aufzunehmen.