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Perl: Tag des offenen Denkmals informiert zu Kriegsgräberstätte

Perl : Tag des offenen Denkmals in Perl

Unter dem Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ lädt der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September, dazu ein, Umbrüche und das Moderne in historischen Bauten, Parks und archäologischen Stätten von der Antike bis zur Klassischen Moderne zu entdecken.

In der Gemeinde Perl stehen dabei zwei Orte im Mittelpunkt: die Kriegsgräberstätte in Besch und das Westwallmuseum in Sinz.

Die zentrale Kriegsgräberstätte des Saarlandes liegt zwischen Besch und Tettingen. Außer den Grabstätten für im Zweiten Weltkrieg gefallene deutsche Soldaten befindet sich hier ein Gräberfeld für ausländische Kriegsopfer, darunter neben Kriegsgefangenen auch Zwangsarbeiter und deren Kinder. Die 1963 eingeweihte Friedhofsanlage wurde bewusst auf ehemaligem Kampfgebiet unter Einbeziehung einer Bunkerruine und Resten der Höckerlinie des Westwalls errichtet. Hier fanden Ende des Zweiten Weltkriegs die Kämpfe um den Orscholz-Riegel, einen Teil des Westwalls, statt.

Sebastian Kirch bietet am 8. September um 11 und um 15 Uhr Führungen an. Diese legen neben den geschichtlichen Hintergründen der Kriegsgräberstätte Schwerpunkte auf die Gestaltung der denkmalgeschützten Grünanlage der Nachkriegszeit sowie auf die Schicksale der hier bestatteten Menschen. Treffpunkt ist der Parkplatz beim Eingangsbereich der Kriegsgräberstätte in der Straße Auf’m großen Triesch (Gewann).

Das Westwallmuseum in Sinz, Kreuzweilerstraße, öffnet von 12 bis 17 Uhr seine Pfoten. Der Gruppenunterstand wurde 1940 in Hanglage am nördlichen Ortsausgang oberhalb der Kreuzweilerstraße im Zuge des Orscholz-Riegels erbaut. Abplatzungen an der äußeren Betonoberfläche zeugen von Kampfhandlungen gegen Ende des Zweiten Weltkriegs. Führungen werden bei Bedarf angeboten.

Ansprechpartner für die Führungen ist Sebastian Kirch,
E-Mail: sebastian.kirch@gmx.de

www.denkmal.saarland.de