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Panoramaweg Perl bietet neun eindrucksvolle Kilometer bei Dreiländereck

Kostenpflichtiger Inhalt: Wandern auf dem Panoramaweg Perl : Verschlungene Pfade und viele Ausblicke

Vom Niederrhein hat es Mauritius te Dorsthorst in unsere Gefilde verschlagen. Nun erkundet der begeisterte Wanderer auf ausgewählten Premiumwegen das Saarland und die nähere Umgebung – Schritt für Schritt.

Am Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Luxemburg im Landkreis Merzig-Wadern findet sich die Traumschleife Panoramaweg Perl. Die abwechslungsreiche Wanderung erstreckt sich nach Angaben der Internetseite des Saar-Hunsrück-Steiges (www.saar-hunsrueck-steig.de) über 9,1 Kilometer. Dabei werden 142 Höhenmeter rauf und runter überwunden. Start- und Endpunkt ist der Wanderparkplatz Rabüscheck bei Perl, der laut Webseite mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Für die Anreise haben wir aber ein Auto verwendet. Begleitet wurde ich auf meiner Wanderung von Freunden und von Liam, einem deutschen Schäferhund. Insgesamt soll die Wanderung etwa drei Stunden dauern und mit Pausen, wie längeren Spielpausen für den Hund, haben wir auch ungefähr diese Zeit benötigt.

Nach einem kurzen Waldstück direkt am Startpunkt entlang der alten Zollhäuser folgt eine weitläufige Wiese, wo sich Liam ein wenig austoben konnte. Von diesen Wiesen aus erstreckt sich auch der Blick über das Luxemburger Land. Eine willkommene Abwechslung, bevor es wieder in den Wald geht. Die Waldwege sind schön verschnörkelt, gut erkennbar und selbst außerhalb der eigentlichen Wandersaison, die eher in den wärmeren Monaten ist, gut ausgebaut und begehbar.

Durch viel Wald führt der Pa­noramaweg Perl. Foto: Mauritius te Dorsthorst

Die Beschilderung des Panoramaweges Perl ist ebenfalls deutlich und folgt in kurzen Abständen. Hierdurch ist ein Navigieren über die vielen Wander- und Waldwege gut möglich. Denn zum Teil kreuzen sich viele deutsche, aber auch französische Wanderrouten auf der Strecke. Über den Hammelsberg kamen wir nach Oberperl, wo wir, nach einem kleinen Abstecher durch das Dorf und über einen Feldweg, wieder in den Wald eingetaucht sind. Leider lagen die Temepraturen am Tag unserer Wanderung um den Gefrierpunkt, aber an wärmeren Tagen sollte sich auch der kleine Umweg zur Kneippanlage Naubour lohnen.

Der Schäferhund Liam begleitete die Wanderer. Foto: Mauritius te Dorsthorst

Der Weg durch den Wald führt zur Schutzhütte Hammelsberg und hat eine stellenweise starke Steigung. An der Schutzhütte bietet es sich an, ausgiebiger Rast zu machen, denn die Überdachung mit großer Bank und Sitzmöglichkeiten bietet viel Platz. Ein weiterer Vorteil liegt im spektakulären Blick über die angrenzenden Länder Frankreich und Luxemburg sowie über die sich durch die Talebene schlängelnde Mosel.

Sonnenstrahlen Foto: Mauritius te Dorsthorst

Von hier aus verläuft die Route über meist schmale Wanderpfade über den Grat des Hammelsberges und entlang der deutsch-französischen Grenze, die sich über den Hügelrücken erstreckt, zum Aussichtspunkt Dreiländereck. Von hier aus geht es weiter durch das deutsch-französische Naturschutzgebiet, welches von Trockenwiesen geprägt ist. Hier konnten wir auch ausgiebig picknicken, und für Liam bestand die Möglichkeit, zu spielen und Stöckchen hinterher zu jagen.

Foto: SZ/Müller, Astrid

Hinsichtlich des Naturschutzgebietes wird auf der Internetseite des Saar-Hunsrück-Steiges darauf verwiesen, dass Orchideenfreunde in den Monaten Mai bis Mitte Juni einen Abstecher in den nahe gelegenen Dolomitensteinbruch machen sollten. Dieser sei vom Naturschutzgebiet aus über einen Pfad erreichbar. Hierzu müsse der Wanderweg nach links verlassen werden. Da wir aber im Januar die Wanderung unternommen haben, konnten wir nicht in den Genuss der Orchideen kommen. Der Weg führte uns stattdessen über Stufen wieder bergauf, und entlang von Feldern gelangten wir wieder in den Wald. Hier gibt es einen Waldlehrpfad, der im Winter allerdings nicht unterhalten wird. Das Waldstück führt, von einer kleinen Unterbrechung durch eine asphaltierte Straße abgesehen, über sich schlängelnde Pfade zurück zum Wanderparkplatz.

Die Traumschleife überzeugt durch ihren Abwechslungsreichtum, denn es gibt nicht nur interessante Waldabschnitte, sondern auch spektakuläre Fernsichten und ein großartiges Naturschutzgebiet. Zudem ist der Panoramaweg Perl – gerade bei trockenem Wetter – einfach zu gehen. Dennoch sind festes Schuhwerk sowie eine leichte Verpflegung empfehlenswert, denn es gibt keine Einkehrmöglichkeiten. Die Strecke wird auf der Internetseite als mittelschwer eingestuft und unser Eindruck deckt sich mit der Angabe, denn obwohl der Weg zumeist gut und breit ausgebaut ist, benötigt man an manchen Stellen eine erhöhte Trittfestigkeit. Bei der Wanderung bin ich insgesamt 13 882 Schritte gegangen.

Angaben der Internetseite des Saar-Hunsrück-Steiges zur Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: Mit Bahn ab Trier bis Perl oder mit Bus 210 ab Merzig bis Oberperl oder Perl Central, Fußweg. Mit dem Auto gelangt man über die A8 bis zur Ausfahrt Perl-Borg, weiter auf der B407 nach Perl zum Wanderparkplatz Rabüscheck.