Orientierungshilfe für Gäste

Der Verkehrsverein Nennig hat sein Gastgeberverzeichnisses 2017 vorgestellt. Die Broschüre zeigt, dass die Region neben ihren zahlreichen Weinbergen und -gütern auch etliche Schönheiten und Ausflugsziele zu bieten hat.

"Der Verkehrsverein Nennig ist seit vielen Jahren als Herausgeber des Gastgeberverzeichnisses der Gemeinde Perl aktiv und dementsprechend ein sehr wichtiger Partner für uns. Darüber hinaus betreibt er eine von drei Tourist-Informationen im Gemeindegebiet und ist somit ein äußert wichtiger Akteur bei der unmittelbaren Gästebetreuung vor und während des Aufenthaltes in Perl", sagte Bürgermeister Ralf Uhlenbruch von der Tourismus-Gemeinde Perl im Dreiländereck, anlässlich der Vorstellung des neuen Gastgeberverzeichnisses 2017 in der vereinseigenen Tourist-Information am Bahnhof Nennig.

Hierzu hatte Vereinsvorsitzender Thomas Hellbrück neben dem Verwaltungschef der Gemeinde auch dessen Tourismus-Sachbearbeiter Peter Müller, Ortsvorsteher Karl Fuchs sowie die Mitarbeiterinnen vor Ort Lilli Weiler, Brigitte Cichon und Anja Bach eingeladen. Hellbrück betonte, dass bereits 1987, also vor 30 Jahren schon das erste Gastgeberverzeichnis veröffentlich worden war. "Wer will denn schon in Nennig oder in der Gemeinde Perl Ferien machen? Was haben wir denn zu bieten? Mit solchen Fragen wurden die anfänglichen Gehversuche in Frage gestellt. "Aber der Idealismus und die Hartnäckigkeit meiner Vorgänger haben sich gelohnt", stellte Hellbrück den Vorsitzenden und Vereinsmitarbeiterinnen früherer und heutiger Tage ein gutes Zeugnis aus.

Mittlerweile hat die Region neben ihren vielen Weinbergen und -gütern auch etliche Schönheiten und Ausflugsziele zu bieten.

Schon die Römer haben dies zu schätzen gewusst. Davon zeugen die römischen Villen in Nennig mit Mosaikboden und Borg, Schloss Berg mit Spielcasino und Nobel-Herberge, aber auch Quirinuskapelle Perl, Palais von Nell mit Barockgarten sowie das Brennerei Museum. Dazu beginnen die Fernwanderrouten Moselsteig und Saar-Hunsrück-Steig in Perl, der grenzüberschreitende Premium Panoramaweg oder Villa Borg Trail. Unzählige Kilometer können unter die Wanderschuhe genommen, dazu gut ausgebaute, kilometerlange Radwege auf dem Fahrradsattel durch das Dreiländereck gestrampelt werden. All dies ist im Verzeichnis aufgelistet.

So ist denn die Geschäftsstelle des Vereins am Bahnhof Nennig zu einer wichtigen Anlaufstelle für Urlauber und Erholungssuchende geworden, Fahrradverleih inklusive. Sie ist das Tor zur Gemeinde Perl von Luxemburg aus und von Rheinland-Pfalz. Diese müsste unbedingt erhalten bleiben.

"Im neuen Gastgeberverzeichnis findet man Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels, Gasthäusern, Ferienhäusern und -wohnungen sowie Weingütern und weitere Einkehrmöglichkeiten in allen Perler Ortsteilen für jeden Geschmack und Geldbeutel", stellte der Vereinsvorsitzende das 24 Seiten umfassende Heft vor.

"Das Potential an Übernachtungsmöglichkeiten und Betten ist gestiegen, im Verhältnis zur Einwohnerzahl sogar Spitze. Wir sind keine Konkurrenz zu Mettlach und Weiskirchen, zumal deren Übernachtungszahlen Klinikaufenthalte beinhalten", zeigte er sich über die Inanspruchnahme zufrieden.

Sein Dank galt den regen und agilen Vereinsmitarbeiterinnen für ihre ehrenamtliche und unschätzbare Arbeit, die doch ein hohes Maß an Einsatz verlange, um den Blümchen-Tourismus im Dreiländereck am Blühen zu halten. Das erfordere aber auch Geld und Unterstützung von der Gemeinde, wofür sich Hellbrück beim Verwaltungschef und seinen Ratsmitgliedern ebenso herzlich bedankte, aber auch darum bat, weitere Quellen der Hilfe möglichst zu erschließen. Der Verein lebe schließlich nur von Beiträgen und dem Erlös des schon traditionellen Floh- und Trödelmarktes, der in diesem Jahr übrigens am 1. Oktober stattfindet.

Eine Perler Perle, die zahlreiche Touristen in die Region lockt, ist die Römische Villa Borg. Foto: Oliver Morguet. Foto: Oliver Morguet

Worte des Dank richtete auch der Bürgermeister an die Mitglieder des Verkehrsvereins, der mit der Herausgabe des Gastgeberverzeichnisses seinen Auftrag erfüllt und außerdem auch einen ordentlichen Anteil zum Gemeinwohl geleistet habe.