Nohner Rutzenbuhnen begeisterten mit Büttenreden und Tänzen

Kostenpflichtiger Inhalt: Kappensitzung in Nohn : Die Rutzcallis ließen es kräftig krachen

Bei der Kappensitzung in Nohn begeisterten Tänzer, Büttenredner und Tollitäten die Gäste.

Der „Rutzcalli-Cirkus“ gab zur 48. Narren-Saison im Nuhner Bürgerhaus die Manege frei für Garden, Elferrat, Prinzenpaare und Büttenredner. Schon meldete sich Mettlachs Bürgermeister Daniel Kiefer wortgewandt und schlagfertig zu Wort und entführte in Reimen zu einer Mettlacher Stadtrundfahrt. Sein Fazit: Das Leben ist tierisch gut, und in Nohn ist viel los. „Das zeigen alle Gecken: In Nuhn ist Frohsinn an allen Ecken“. Prinz Michael III. aus dem Hochwald und Annika I. Prinzenpaar machten den Gästen im Saal klar: Beide Tollitäten haben bis Aschermittwoch in Nuhn das Sagen. Bis zu diesem Zeitpunkt habe die Narretei zu herrschen. „Fös Geckig und Partystimmung in allen Nuhner Gassen – och die Tassen“ lautete sein Mottho. Die Nachwuchsregenten, Prinz Tom I. vom Tünsdorferland und Prinzessin Emely I von Kaulenfeld, ergänzten: „Jetzt wollen wir mit euch feiern außer Rand und Band, im schönen Nuhner Buhnenland!“

Mit ihren 12 Jahren hatte Funkenmariechen Nena ihren ersten Auftritt auf der Nohner Bühne und bestand ihre Feuerprobe mit Bravour. Ebenfalls Premiere: feierte der 14-jährige Ben Sauerwein und begeisterte als „Nuhner Jong“. Der Präsident der Kindersitzungen meisterte seine Aufgabe als Eisbrecher hervorragend. Gerade mal 12 Jahre alt und aus den Nohner Sitzungen nicht mehr nicht mehr weg zu denken: Mia und Leonard, die seit vier Jahren zusammen tanzen und bereits , begeisterten erneut mit ihrem Auftritt. „Wir Männer sind ohne hier zu prahlen, auf der Erde die Genialen“ stellte „De Biddinger“ fest. Winni Tritz ließ (fast) kein gutes Haar an den Frauen und stellte fest, das es in Nohn mehr Frauen als Männer gibt. Der Grund für ihn: „Es gibt hier mehr zu putzen als zu denken!“ „Vier Reiter der Apokalypse“ hatte die Nachwuchsgarde ihren Showtanz genannt, der die Gäste begeisterte, ebenso wie der Auftritt von Tanzmariechen Barbara.

„Helau und fös geckig, als Ex-Prinz grüß ich euch neckig“, zog Mark Breit, die Tollität der abgelaufenen Session, als „Pfälzer vom Gau“ auf die Bühne. In der Bütt gab einen närrischen Rückblick auf seine Prinzenzeit und verriet, dass er in der kommenden Narrensession als „Prinzessin“ kandieren will.

Das Männerballett des NCV stellte das „Dschungelbuch“ vor. Der Saal stand Kopf. Auch die 16 graziösen Mädchen der Garde Rot-Weiß begeisterten mit ihrem Auftritt. Die Suche des NCV nach Verstärkung für seine Garden hatte sich gelohnt: „Zwei alte Gardemädchen“ hatten sich beworben, da sie langjährige Erfahrungen auf diesem Gebiet vorweisen konnten. Doch zum einen waren sie nicht mehr die Jüngsten, zum anderen hatten sie etwas „zugelegt“. Über ihre „Fitt-ness-Kurse“; wussten sie manch Unglaubliches zu berichten.  Zu „Schneewittchen mit den Nuhner Zwergen“ hatte sich ein „Poutschen-Zwerg“ aus Orscholz  gesellt, klimatechnischen Nachholunterricht gab es von  Greta Thunberg.  Die größte Klimaaktivistin kam nicht mit dem Flieger, dem Schiff oder dem Auto nach Nohn, sondern mit ihrem Schaukelpferd und plädierte lautstark „Freides kän Schul“.

Mit ihrem Schautanz „Route 66“ entführte die Garde Rot-Weiß die Narrenschar nach Amerika, ehe „Erna und Helmfried Reiterspatz“ der Umwelt zuliebe in Nohn einen Bio-Imbiß-Stand einrichteten und  einige „Smakerln“ von ihren Erlebnissen preisgaben. Das Männerballett stellte vor dem großen Finale  mit ihrem „heißen Matrosen Tanz“ das Leben im St.-Pauli von Nuhn vor und rief unbeschreibliche Beifallsorkane hervor. Bevor Zirkusdirektor Helmut Kiefer die Rutzcalli-Manege räumen ließ, riefen die Nuhner-Gecken wie auch die Gäste des Karnevalsvereins aus Schwemlingen ein letztes Mal: „Fös Geckig“.