Nnenig: Nennig feiert wieder die Martinuskirmes

Kirmes in Nennig : Nenniger feiern Schutzpatron mit Umzug und Kirmes

Am Sonntag, 10. November, steigt in Nennig wieder die Martinuskirmes. Das Hochamt beginnt um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche. Das Martinuspatrozinium der Kirche gehört in die fränkische Zeit. Die Kirche wurde erstmals im Jahre 924 n. Chr. in einer Trierer Urkunde erwähnt.

Erbaut wurde sie auf den Fundamenten des nördlichen römischen Villentraktes. Archäologische Hinweise haben ergeben, dass die römische Palastanlage in Nennig einen Vorläuferbau hatte, so dass der Ort vermutlich schon vor den Römern besiedelt war. Auch der Name Nennig (Nanniacum) soll auf einen keltischen Personennamen zurückzuführen sein.

Erstes Zeremoniell am Kirmessonntag wird der „Hämmelsmarsch“ sein, den der Musikverein Nennig traditionsgemäß beim Umzug durch das Dorf spielt. Die Entstehung der schlichten Melodie ist noch nicht ganz geklärt. Für die Textfassung sind zwei Varianten bekannt. Man nimmt aber an, dass er ein alter Prozessionsmarsch ist, den die Musikanten im späten Mittelalter in der Stadt Luxemburg am Tage der „Schueberfouer“ benutzten, um die Hämmel zum Preisschießen zu begleiten.

Am morgigen Samstag, 9. November, 18 Uhr, startet auf dem Marktplatz in Nennig der Matinsumzug. Mit dem  Musikverein geht es nach Wies zum Maatesplatz, wo das Martinsfeuer abgebrannt wird. Jedes Kind erhält von der Gemeinde Perl eine Martinsbrezel und heißen Kakao. Den Erwachsenen werden Glühwein sowie warme Würstchen angeboten.

Der Verkaufserlös wird dem Kindergarten Nennig zur Verfügung gestellt. Dessen Verantwortliche laden um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche zu einer Martinsfeier ein.

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