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Büschdorf
Kleines Schmuckstück lädt zum Verweilen ein

Der neue Pavillon in Büschdorf wurde jetzt offiziell übergeben.
Der neue Pavillon in Büschdorf wurde jetzt offiziell übergeben. FOTO: Kurt Petry
BÜSCHDORF. In Büschdorf haben die Skatfreunde an der Straße „Am Heiligenstein“ eine Sitzgruppe mit einem Pavillon überdacht.

Vor vier Jahren haben die Skatfreunde Büschdorf an der Straße „Am Heiligenstein“ im kleinen Perler Ortsteil Büschdorf eine Sitzgruppe samt Zuwegung und Fahrradständer errichtet, die nun mit dem Pavillon zu einem wirklichen Schmuckstück für den Ortsteil wurde. Am Samstag wurde der neue Pavillon offiziell seiner Bestimmung übergeben.


Bereits vor vier Jahren, bei der Einweihung der Sitzgruppe, wurde über den weiteren Ausbau des Platzes diskutiert. Nach langen Überlegungen und der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten haben sich die Skatfreunde aus der Altersabteilung der Feuerwehr und die Schmiedefreunde Büschdorf dazu entschlossen, die bestehende Sitzgelegenheit zu überdachen. Zur Finanzierung steuerten die Skatfreunde ihre Erlöse der letzten Skatturniere und die Schmiedefreunde ihr Erwirtschaftetes aus den letzten Vatertagsfesten bei. Auch der Löschbezirk Büschdorf der Freiwilligen Feuerwehr unterstützte das Vorhaben durch einen Zuschuss, sodass insgesamt etwa 3000 Euro an Barmitteln für das Pavillon-Projekt zur Verfügung standen. Hinzu kamen noch Zuschüsse der Gemeinde Perl durch Materiallieferungen und die vielen Stunden des Ehrenamtes der sieben „Bauherren“, die sich unermüdlich bei Wind und Wetter auf der Baustelle aufhielten. Würden diese Arbeitsstunden eingerechnet, könnte man vorsichtig gerechnet mehre Tausend Euro hinzurechnen.

Reinhold Ollinger, der Vorsitzende der Skatfreunde und der „Antreiber“ der Maßnahme, bedankte sich am Samstag bei der Pavilloneinweihung für diese Unterstützung. Einen besonderen Dank richtete er an die Personen, die dieses Bauwerk auf die Beine respektive Stelzen gestellt haben. Dies seien allen voran die Männer, die in ihrer Freizeit die Materialbearbeitung durchführten, und zwar allen voran Hermann Leidisch, der die handwerklich bedeutenden Arbeiten ausgeführt hat und auch die Oberaufsicht hatte. „Bedenkt man“, so Reinhold Ollinger bei seiner Einweihungsansprache, „dass Hermann Leidisch gelernter Bäcker ist, so hat er hier sein Meisterwerk gebacken“.



Nicht weniger emsig war Kunibert Hasselberg, der Hermann Leidisch stets zur Seite stand. Die beiden wurden unterstützt von Joachim Ollinger, der neben seinen handwerklichen Kenntnissen den Traktor und Anhänger zum Transport des Materials zur Verfügung stellte. Der Gockelhahn auf der Spitze des Pavillons wurde montiert von Matthias Hurt, der auch das benötigte Material hierfür zur Verfügung gestellt hat.

Zeitweise waren auch Gerd Temmes und Manfred Steffes vor Ort. Nicht zu vergessen Schlossermeister Peter Keren aus Tettingen, der mit seinem Lkw einiges an Materialien von Schweich nach Büschdorf transportierte und dabei auch noch einen Bußgeldbescheid kassierte.

„Ich denke, dass wir mit diesem Pavillon ein Schmuckstück für unser Dorf und damit auch einen Beitrag zum Wettbewerb ‚Unser Dorf soll schöner werden’ geschaffen haben“, sagt Reinhold Ollinger abschließend und übergab dem Perler Bürgermeister Ralf Uhlenbruch als „Hausherrn“ (der Pavillon steht nämlich auf Gemeindeeigentum) symbolisch einen hölzernen Schlüssel.

„Dieser Pavillon soll allen Wanderern, Radfahrern und Spaziergängern bei jedem Wetter, ob Sonne, Regen oder Schnee, dazu dienen, sich auf ihren strapaziösen Unternehmen etwas auszuruhen und die schöne Gegend zu betrachten“, mit diesem Wunsch sprach Reinhold Ollinger auch dem Perler Bürgermeister Ralf Uhlenbruch und dem Büschdorfer Ortsvorsteher Andreas Hoffmann aus der Seele. Bürgermeister und Ortsvorsteher schlossen sich den Dankesworten an alle Beteiligten an und betonten, dass dieses Projekt einmal mehr den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft gezeigt habe. Sie richteten in diesem Zusammenhang auch einen Dank an die Büschdorfer Wehr, die in den letzten Jahren immer wieder Geld für solche Projekte innerhalb des Dorfes zur Verfügung gestellt habe.

Wie aus dem Kreis der Skat- und Schmiedefreunde zu hören war, wollen sie sich nicht auf dem jetzt Geleisteten ausruhen. Ihr Tatendrang sei noch nicht gestillt. Es ist angedacht, in unmittelbarer Nähe des Pavillons einen Boule-Platz anzulegen, wo dann für Rentner und bewegungsfreudige Mitbewohner eine Möglichkeit der Freizeitbeschäftigung bestehen könnte. Doch ehe es soweit sei, müssten die Preisskat-Turniere der Skatfreunde und die Vatertagsfeste der Schmiedefreunde in den kommenden Jahren gut verlaufen.

Reinhold Ollinger (links) überreicht symbolisch den Holzschlüssel an Bürgermeister Ralf Uhlenbruch.
Reinhold Ollinger (links) überreicht symbolisch den Holzschlüssel an Bürgermeister Ralf Uhlenbruch. FOTO: Kurt Petry