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Neuer Altar für Sinzer Pfarrkirche

Neuer Altar für Sinzer Pfarrkirche

Sinz. Der neue Altar der Sinzer Pfarrkirche St. St. Dionysius selbst stammt nebst Taufbecken, Ambo und Sakramentshaus aus dem 1959 erbauten und in diesem Jahr nach einem Brand profanisierten Kirche St. Helena in Saarbrücken-Burbach. Er wurde für den Transport komplett zerlegt und in Sinz wieder zusammengebaut.Seit dem vergangenen Jahr gehört Sinz der Pfarreiengemeinschaft Perl an

Sinz. Der neue Altar der Sinzer Pfarrkirche St. St. Dionysius selbst stammt nebst Taufbecken, Ambo und Sakramentshaus aus dem 1959 erbauten und in diesem Jahr nach einem Brand profanisierten Kirche St. Helena in Saarbrücken-Burbach. Er wurde für den Transport komplett zerlegt und in Sinz wieder zusammengebaut.Seit dem vergangenen Jahr gehört Sinz der Pfarreiengemeinschaft Perl an. Erstmals erwähnt wurde die Pfarrei "Dionysius" Sinz im neunten Jahrhundert in den Büchern von St. Matthias Trier. Unter der Schreibform "Sinciche" wird Sinz dann in einer Urkunde des Erzbischofs Albero von Trier (1131 - 1152) unter den 76 Gemeinden genannt, die alljährlich zum Grab des heiligen Lutwinus nach Mettlach pilgerten.

Erste Erwähnung 1148

Erste urkundliche Erwähnung erfährt Sinz 1148: Papst Eugen III. bestätigt dem Abt Bertulf von St. Eucharius, dem späteren Stift St. Matthias Trier, den Besitz und die Rechte des Klosters, darunter "Senciche" mit Kirche und Zehnten.

Nach dem 30-jährigen Krieg befand sich die mit zwei Altären ausgestattete Kirche St. Dionysius in einem "trostlosen Zustand": Die Pfarrstelle war verwaist, die Zahl der Kommunikanten betrug nur noch 22.

Anno 1683 wurde dann eine neue Kirche errichtet. Aus einer gerichtlichen Urkunde von 1719 geht hervor, dass zu dieser Zeit "19 Individuen" in Sinz lebten. Als Pastor war Cornelius Hunters tätig.

Meilenstein der Geschichte

Aus einer Aufstellung aus dem Jahre 1757 geht hervor, dass in Sinz wieder 33 Einheimische ansässig waren. Bei der Reorganisation der Diözesan- und Pfarrgrenzen im Jahre 1803 kam Sinz als Filiale zur Pfarrei Tettingen, behielt aber einen eigenen Vikar.

1839 folgte der wohl wichtigste Meilenstein in der Kirchengeschichte von Sinz: Die Sinzer forderten vom Bischof von Trier sowie vom König von Preußen den Neubau einer Kirche und die Eigenständigkeit ihrer Pfarrei. Dem Ansinnen der Sinzer wurde schließlich stattgegeben: Am 15. Mai 1839 wurde die Pfarrei St. Dionysius Sinz wieder errichtet. 360 Sinzer bauten ein neues Pfarrhaus und eine Schule. 1844 wurde die Kirche neu aufgebaut, wobei der Turm der alten Kirche aus dem Jahr 1683 erhalten blieb.

Im zweiten Weltkrieg wurde Sinz samt Kirche dann fast vollkommen zerstört. Nach dem Krieg diente zunächst eine Baracke als Notkirche, bevor dann Ende 1950 das wieder aufgebaute Gotteshaus seiner Bestimmung übergeben werden konnte. 1953 kamen dann drei neue Glocken hinzu, die am Maria-Himmelfahrtsfest erstmals läuteten.

In den letzten Jahren hat die Pfarrgemeinde ihre Kirche stetig renoviert und mit einer neuen Orgel, einer neuen Heizung, Lautsprecheranlage, Beleuchtung und einem neuen Innen- und Außenanstrich auch technisch auf einen guten Stand gebracht. Die Kirche ist Mittelpunkt des Ortes und erinnert daran, so Pfarrer Uwe Janssen, den Glauben nicht aus dem Herzen zu verlieren. Eigens zur feierlichen Altar-Konsekration hat man auch eine kleine Festschrift herausgebracht.