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Licht
Lichter leuchten für den Frieden in der Welt

Das Licht von Bethlehem leuchtete an Heilig Abend in der  Kirche Perl.
Das Licht von Bethlehem leuchtete an Heilig Abend in der  Kirche Perl. FOTO: Ruppenthal
Perl. Dicht an dicht drängten sich die Gläubigen in der Perler Pfarrkirche, als die Pfadfinder mit dem Licht aus Bethlehem an Heilig Abend einzogen.

Bethlehem ist weit – und manchmal doch ganz nah. Heiligabend in Perl: Das Licht von Bethlehem ist in die Kirche Sankt Gervasius und Prostasius angekommen – dank der St.-Georg-Pfadfinder aus dem Dreiländereck. Und sie verkündeten dabei auch die Geschichte der Heiligen Nacht, wie sie einst im Stall von Bethlehem geschehen sein soll: Sie spielten das Geschehen um die Geburt Jesu Christus nach.


„Endlich ist es soweit,“ verkündete Gemeindereferentin Birgit Wolsfeld zur Begrüßung. „Alle Kerzen am Adventskranz brennen, alle Türchen am Adventskalender sind offen – endlich ist Weihnachten!“

Und viele waren gekommen, um den zu begrüßen, der am Heiligen Abend und ansonsten im Mittelpunkt steht – Jesus Christus. Bereits um vier Uhr, mehr als eine Stunde vor dem Beginn, waren die ersten in Kirche. Um 17 Uhr war sie dann knüppelvoll. Unter den vielen Besuchern waren auch viele Kinder. Und alle waren sie gekommen, um das Kinderkrippenspiel zu sehen, hautnah die Geschichte von der Heiligen Nacht und Jesu Geburt live mitzuerleben.



Seit 1986 wird das „Licht von Bethlehem“ als kleine Flamme in der Geburtskirche Jesu in Bethlehem entzündet und mit dem Flugzeug nach Wien in Österreich transportiert. Pfadfinder aus über 30 europäischen Ländern bringen das Licht in ihre Heimat, um es den Menschen dort weiterzugeben. Auf den über 3000 Kilometern, die das Friedenslicht zurücklegt, überwindet es viele Mauern und Grenzen. Das greift auch das diesjährige Motto „ Auf dem Weg zum Frieden“ auf.

„Das Licht, das vom ORF in Bethlehem entzündet und in Wien von Pfadinderinnen und Pfadfindern aus ganz Europa und darüber hinaus weitergereicht wird,“ sagte Markus Foetz von den St.-Georgs-Pfadfindern, „ist längst zu einem besonderen Symbol der Nähe Gottes und seiner Zuwendung geworden.“

Und wie sich die kleine Flamme dieses Lichtes sich immer weiter verbreitet und zum Zeichen von Versöhnung Frieden wird, so verbreitet sich auch die Botschaft Jesu seit 2000 Jahren unerlässlich weiter.

„Dafür möchten sich die 220 000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland einsetzen und mit der Weitergabe des Friedenslichtes aus Bethlehem an alle ‚Menschen guten Willens‘ ein klares Zeichen für Frieden und Völkerverständigung sowie gegen Rassismus setzen,“ erklärte Markus Foetz. Der Weg zum Frieden ist nach seinen Worten nicht einfach, aber er lohnt sich, denn jeder hat ein „Recht auf Frieden“.

„1995 bekamen die Perler Pfadfinder erstmals Kontakt zu den Letzebuerger Scouten in Dalheim,“ erinnert sich Gisela Leg. Man wurde von ihnen zur zentralen Aussendefeier des Friedenslichts eingeladen. „Seitdem holen wir jedes Jahr das Friedenslicht in Luxemburg ab,“ verriet Gisela Leg weiter, „egal, ob, wie in diesem Jahr im quasi benachbarten Grevenmacher oder an der belgischen Grenze“.

Und die Perler Pfadfinder brachten auch in diesem Jahr das Friedenslicht aus Bethlehem nach Perl. Morgens verteilten sie das Licht an die Senioren in Perler Alten- und Seniorenheimen, abends brachten sie es dann zur Krippenfeier in die Kirche.

Es war dann auch dunkel rund um den Stall von Bethlehem in der Perler Kirche. Nur ein Spot verfolgte die Aktionen von Maria und Josef und den übrigens Darstellern des Krippenspiels.

Und nach der Geburt Jesu war es auf einmal da, das Licht von Bethlehem und erleuchtete nicht nur die Krippe, sondern die ganze Kirche. Die Pfadfinder entzündeten die Kerzen, verteilten sie und sorgten so für viel weihnachtliches Flair in der Perler Kirche. Für den musikalischen Rahmen sorgte übrigens das Jugendorchester des Musikvereins Perl.